DEL-Eishockey der Fischtown Pinguins gegen die Iserlohn Roosters in der Eisarena. Cory Quirk. Foto Scheschonka

DEL-Eishockey der Fischtown Pinguins gegen die Iserlohn Roosters in der Eisarena. Cory Quirk. Foto Scheschonka

Foto: Scheer

Bremerhaven

Die Pinguins machen in Iserlohn zu viele Fehler

Von Matthias Berlinke
11. Februar 2017 // 07:24

von Matthias Berlinke Ein Abend zum Vergessen für die Fischtown Pinguins. Das Eishockey-Team aus Bremerhaven verlor gestern Abend in der DEL unnötigerweise bei den Iserlohn Roosters mit 1:3 (0:0, 0:2, 1:1). Die Pinguins produzierten zu viele Fehler und schenkten den Sauerländern im zweiten Drittel gleich zwei Shorthander (Gegentore bei eigener Überzahl).

Hooton erzielt den Ehrentreffer

Von diesem Schock konnten sich die Gäste nicht mehr erholen. Mehr als der Ehrentreffer durch Brock Hooton zum 1:3 kurz vor dem Ende wollte nicht gelingen. Bitter: Iserlohn trat nicht übermäßig stark auf, profitierte aber von den Fehlern der Bremerhavener. Die Pinguins erwischten sogar einen richtig tollen Start und hätten im ersten Drittel in Führung gehen müssen. Da ließ der DEL-Neuling zu viele Scheiben liegen. Das sollte sich rächen.

Powerplay läuft nicht

Iserlohn zauberte mit seinen Special-Teams drei Tore. Bei den Pinguins lief dagegen im Powerplay nichts zusammen. „Für uns war es das erwartet schwere Spiel in Iserlohn. Es ist nicht so, dass wir das Powerplay nicht trainieren, aber heute waren einfach die Köpfe nicht frei“, sagte Coach Thomas Popiesch. „Nach dem 0:1 waren unsere Angriffsaktionen zu hektisch.“ Und dabei fing alles so gut an: Die Pinguins kamen im ersten Drittel mit Schwung aus der Kabine. Sie zeigten sich von der so berüchtigten heißen Kulisse am Seilersee unbeeindruckt und drückten vom ersten Bully an aufs Tempo. Die Marschroute von Trainer Popiesch ging hier noch auf. Das Ergebnis: Die Pinguins hatten in der Anfangsphase ein Übergewicht. Der Puck lief sehr gut durch die eigenen Reihen. Die Männer von der Unterweser hielten die Geschwindigkeit hoch. Bremerhaven erarbeitete sich schon nach vier Minuten eine doppelte Überzahl. Wade Bergman und Mike Hoeffel ließen hier allerdings gute Einschussmöglichkeiten aus. Von Iserlohn war im ersten Abschnitt nicht viel zu sehen. Die Pinguins hielten die Sauerländer gut vom eigenen Kasten weg. Goalie Jerry Kuhn hatte relativ wenig Arbeit. Die Gäste machten defensiv einen sehr guten Job. Vorne allerdings ließen sie doch einige Pucks liegen – das war ärgerlich. Beste Chancen hatten Jordan George (10.), Bergman (11.), Hoeffel (14.) und Ross Mauermann (16.) auf der Kelle.

Unglaubliche Aussetzer in Überzahl

Alles gut bis dahin, doch im zweiten Drittel zeigten die Pinguins ein anderes Gesicht. Sie schienen ihre Qualitäten in der Pause in der Kabine vergessen zu haben. Nach 40 Minuten lag Bremerhaven mit 0:2 zurück. Die Seestädter kassierten gleich zwei Tore bei eigener Überzahl – unglaublich.

Jerry Kuhn hält überragend

Aber damit noch nicht genug: Sie liefen in etliche Konter und produzierten damit Alleingänge der Roosters. Einen davon konnte Bergman nur mit einer Notbremse unterbinden. Den anschließenden Penalty von Dylan Wruck konnte Goalie Kuhn gerade noch entschärfen. Die Pinguins bekamen im zweiten Abschnitt kein Bein an den Boden. Typisch für das zerfahrene zweite Drittel der Pinguins: Vor dem 0:1 liefen sich Cody Lampl und Jordan Owens gegenseitig über den Haufen. Das sah nicht gut aus. „Wir haben keinen Zugriff bekommen und uns selbst zu wenige Schüsse erarbeitet“, bilanzierte Pinguins-Teammanager Alfred Prey das zweite Drittel. Eine Riesenmöglichkeit gab es für die Pinguins im zweiten Abschnitt aber doch noch: Rob Bordson vergab in Mittelstürmerposition freistehend vor Goalie Pickard, der brillant abwehren konnte (35.).

Das 3:0 durch Troy Milam bringt die Entscheidung

Die Roosters sorgten in Überzahl mit dem 3:0 für die Entscheidung. Torhüter Kuhn ließ einen Schuss von Troy Milam durchrutschen (47.). Hootons Treffer zum 1:3 (53.) hatte nur noch statistischen Wert.

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