DEL-Eishockey mit den Fischtown Pinguins gegen ERC Ingolstadt. Cory Quirk. Foto Scheschonka

DEL-Eishockey mit den Fischtown Pinguins gegen ERC Ingolstadt. Cory Quirk. Foto Scheschonka

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Die Tormaschine gerät ins Stocken

Von Lars Brockbalz
27. Januar 2017 // 23:17

Von Lars Brockbalz Der ERC Ingolstadt war der Lieblingsgegner der Fischtown Pinguins in der DEL. Alle bisherigen drei Spiele hatten die Bremerhavener gewonnen. Am Freitag aber kassierten sie vor 4647 Fans in der ausverkauften Eisarena eine 1:2-Niederlage. War in den vergangenen Spielen das Toreschießen scheinbar die leichteste Übung für die Pinguins (20 Tore in den letzten vier Partien), so stockte die Tormaschine diesmal. Zweimal stand das Torgestänge im Weg, Top-Torjäger Jack Combs scheiterte mit zwei Chancen, die er sonst nicht liegen lässt und überhaupt machte Gäste-Torhüter Timo Pielmeier ein starkes Spiel. „Das ist manchmal nicht zu erklären, warum die Schüsse einmal reingehen und einmal nicht“, machte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch seinen Spielern keinen Vorwurf. Es war dennoch nicht so, dass die Pinguins einfach nur kein Schussglück hatten. Sie spielten auch viel zu fehlerhaft im Spielaufbau und in der neutralen Zone gingen viele Scheiben verloren, so dass sie nie in ein flüssiges Offensivspiel reinfanden. „Ingolstadt hat verdient gewonnen, gerade wenn man alle vier Spiele betrachtet. Alle waren eng, dreimal hatten wir gewonnen“, sagte Pinguins-Trainer Popiesch.

Klasse-Paraden von Pielmeier

Ingolstadts Torhüter Pielmeier war der Einzige, der sich in den starken Anfangsminuten gegen den Ansturm der Pinguins stellte. Er verhinderte mit Klasse-Paraden gegen Jack Combs und Brock Hooton eine Führung der Gastgeber. Die ließen nach dem guten Start unerklärlicherweise nach, machten viele Fehler im Spielaufbau und kamen nur noch selten geordnet aus dem eigenen Drittel. „Wir hatten zu viele Scheibenverluste“, räumte Jason Bast ein. Ingolstadt kam immer mehr auf und zu guten Chancen. Pinguins-Torhüter Jerry Kuhn bewahrte seine Mannschaft gegen Benedikt Kohl und Danny Irmen vor dem 0:1. Das Spiel blieb im Mitteldrittel offen, allerdings hatten die Pinguins die besseren Chancen. Einen Schuss von Combs kratzte Gäste-Torhüter Pielmeier mit dem Stock noch von der Linie, Bast scheiterte kurz darauf an der Latte. „Wir hatten unsere Chancen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Ihr Torwart war super und dann hatten wir noch zwei Pfostentreffer“, sagte Pinguins-Torhüter Kuhn.

George trifft nur den Pfosten

Gerade, als sich die Pinguins anschickten etwas druckvoller zu spielen, traf Daryl Boyce im Powerplay zum 1:0 (37.). Doch eine Minute später zeigte Cody Lampl, warum er ein Führungsspieler ist. Er kam mit Anlauf ins Angriffsdrittel, forderte lautstark den Puck von Jordan Owens und hämmerte ihn zum 1:1 in den Winkel. In der 50. Minute dieses Spiels entschied das Schicksal, wer gewinnen würde. Auf der einen Seite tauchte Jordan George plötzlich allein vor dem Ingolstädter Tor auf, traf aber nur den Pfosten. Praktisch im Gegenzug kam Thomas Oppenheimer zum Schuss und erzielte das 2:1 für die Gäste. „So wie das Spiel lief war irgendwann klar, dass das nächste Tor entscheidet. Ingolstadt hat einen Weg gefunden, dieses Tor zu schießen“, sagte Pinguins-Trainer Popiesch. Obwohl noch zehn Minuten zu spielen waren, kamen die Pinguins noch mehr zu zwingenden Möglichkeiten, um das Spiel noch auszugleichen. Ingolstadt hielt die Angreifer weit vom Tor weg und wenn doch mal ein Schuss kam, war immer ein Schläger dazwischen. „Wir werden die Niederlage schnell abhaken, und dann freuen wir uns auf die Fahrt mit dem Sonderzug nach Köln“, sagte Popiesch.

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