Goalie Jerry Kuhn hat die Scheibe immer im Blick. Foto: Scheer

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Bremerhaven

Ein bitteres Ende für die Fischtown Pinguins

Von Matthias Berlinke
5. Februar 2017 // 21:45

von Matthias Berlinke Eishockey kann ein fieses Geschäft sein. Die Fischtown Pinguins machten gegen die Schwenninger Wild Wings ein gutes Spiel, führten bis kurz vor Schluss mit 3:2 und hielten am Ende doch nur einen Punkt in der Hand. Der Grund: Die Schwaben glichen 107 Sekunden vor dem Ende zum 3:3 aus und nutzten in der anschließenden Overtime ein unberechtigtes Powerplay zum 4:3 (0:2, 2:1, 1:0/1:0)-Auswärtssieg. Die Pinguins-Fans schäumten vor Wut, die Offiziellen ebenfalls.

Zwei verschenkte Punkte

Auch die Spieler schoben Frust. Sie ärgerten sich maßlos über zwei verschenkte Punkte und schlechte Pfiffe der Unparteiischen. Trotzdem: Die Pinguins holten am Wochenende vier Punkte und sind klar auf Playoff-Kurs. Der Abstand zum elften Platz beträgt sieben Spiele vor Ende der Hauptrunde satte zehn Punkte.

Thomas Popiesch und die schlechte Kommunikation mit dem Schiedsrichter

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch und die beiden Schiedsrichter Jens Steinecke und Bastian Haupt – beste Freunde werden sie in diesem Leben nicht mehr. Erst bekam der Coach vor dem Bully, das zum 3:3 führte, keine Auszeit zugesprochen. Dann stellten die beiden Zebras in der Overtime unberechtigterweise Jordan Owens vom Eis, nachdem zuvor ein Foul gegen Brock Hooton ungeahndet geblieben war. Die schwachen Schiedsrichter lenkten das Spiel in Richtung Schwenningen, den Pinguins blieb nur die Wut. „Die Schiedsrichter und ich – wir hatten heute nicht die beste Kommunikation“, sagte Popiesch.

Pinguins machen den Sack nicht zu

Es wäre allerdings zu einfach, die Ursachen der Niederlage allein auf die Schiedsrichter zu schieben. Die Pinguins hatten viele Chancen auf dem Schläger. Allein Jeremy Welsh und zweimal Jack Combs besaßen im letzten Drittel beim Stand von 3:2 beste Chancen, Schwenningen vom Eis zu schießen.

Mike Hoeffel beseitigt mit dem 3:2 den "Doppelschlag-Schaden"

Die Pinguins zeigten über weite Strecken sehr ansprechendes Eishockey – und das mit einer guten Körpersprache. Alles lief zunächst wie geritzt. Mit zwei Toren als Ergebnis von Bilderbuch-Kombinationen legten die Hausherren einen perfekten Start hin. Im zweiten Drittel machten sie sich mit einem Blackout in der 31. Minute aber alles kaputt – innerhalb von 26 Sekunden kassierten sie zwei Treffer zum 2:2-Ausgleich. Immerhin brachte Mike Hoeffel die Pinguins nach einem schönen Doppelpass mit David Zucker erneut in Führung (3:2, 35.).

Bremerhaven spielt stärker als in Krefeld

Das Pinguins-Team trat insgesamt stärker auf als noch am Freitag in Krefeld, wo es einen 4:2-Sieg gegeben hatte. „Mir hat aber auch gegen Schwenningen in Teilen die Intensität gefehlt. Auf jeden Fall gibt es noch genug Dinge, an denen wir im Training arbeiten können“, meinte Popiesch.

Cody Lampl: Schwenningen hatte die besseren Special Teams

„Wir haben das heute gar nicht schlecht gemacht. Die 2:0-Führung hat uns dazu noch in die Karten gespielt“, sagte Cody Lampl. „Am Ende haben wir das vierte Tor nicht gemacht – das war schon ärgerlich. Wenn man es dann von der statistischen Seite sieht, muss man sagen: Schwenningen hatte die besseren Special Teams. Die haben zwei Powerplay-Tore geschossen und eins bei sechs gegen fünf.“

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