Am 29. Juli hat Umweltschützern zufolge die Menschheit in diesem Jahr rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann.

Am 29. Juli hat Umweltschützern zufolge die Menschheit in diesem Jahr rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann.

Foto: picture alliance/dpa

Bremerhaven

„Erdüberlastungstag“: BUND kritisiert den Senat

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Von nord24
26. Juli 2021 // 15:49

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Land Bremen fordert vom Senat mehr Engagement gegen die Klimakrise.

„Alarmlampen auf Rot“

„Hitzesommer, Überschwemmungen und Brände: Die Alarmlampen stehen auf Rot“, sagte am Montag die stellvertretende BUND-Geschäftsführerin Katja Muchow mit Blick auf den „Erdüberlastungstag“. Er liegt in diesem Jahr auf dem 29. Juli und markiert Umweltschützern zufolge den Tag, an dem die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann.

„Nur Minischritte“

„In der Bremer Politik werden die Signale zwar ernst genommen“, räumte Muchow ein, „aber es geht leider nur in Minischritten voran, um den schon heute dramatischen Auswirkungen der Klimakrise und des weltweiten Artensterbens etwas entgegenzusetzen.“ Den Lippenbekenntnissen der Landesregierung müssten jetzt dringend große Schritte folgen.

Ressourcenverbrauch senken

Forderungen dazu habe der BUND zusammen mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in einem gemeinsamen Positionspapier festgehalten. Ziel müsse sein, den Ressourcenverbrauch drastisch zu senken und gerechter zu verteilen. Dabei geht es Muchow zufolge vor allem um eine Stadtentwicklungspolitik, die eine ausreichende Wohnungsversorgung von weniger privilegierten Haushalten gewährleistet und den Flächen-, Rohstoff- und Energieverbrauch verringert.

Lebens- und Umweltqualität

Die Sicherung von Grünräumen und Kleingartengebieten sowie eine umweltfreundliche Mobilität seien für die Lebens- und Umweltqualität in der Stadt unverzichtbar. Deshalb muss laut BUND „der bisherige expansive Flächenverbrauch in Bremen beendet und bis spätestens 2030 auf Netto-Null gesenkt werden“.

„Ökologischer Fußabdruck“

Berechnet werde der jährliche „Erdüberlastungstag“ durch das Global Footprint Network. Basis sei der „ökologische Fußabdruck“. Mit ihm werde abgebildet, wie stark die Menschheit das Ökosystem beansprucht, um beispielsweise Energie, Holz und Nahrung für sich zu gewinnen. Vor allem Bewohner westlicher Industriestaaten benötigten für ihren Lebensstil vergleichsweise viele natürliche Ressourcen.

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