Die beiden Fangschiffe "Lodairo" (hinten) und "Santa Princesa" liegen im Bremerhavener Fischereihafen. Weil sie ihre Fangquoten bereits erfüllt haben, werden sie noch wochenlang an der Kaje bleiben müssen.

Die beiden Fangschiffe "Lodairo" (hinten) und "Santa Princesa" liegen im Bremerhavener Fischereihafen. Weil sie ihre Fangquoten bereits erfüllt haben, werden sie noch wochenlang an der Kaje bleiben müssen.

Foto: Mark Schröder

Bremerhaven

Fischereistreit eskaliert: Verbände schlagen Alarm

16. Juli 2021 // 13:30

Die deutschen Hochseefischer fürchten um ihre Fangrechte vor der norwegischen Küste. Der Fischereistreit spitzt sich bedrohlich zu.

EU-Fischern droht Arrest

Norwegen wolle einseitig die EU-Kabeljauquote kürzen und habe die eigene Makrelenquote zulasten der EU um rund 100 000 Tonnen erhöht, sagte der Chef des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, Uwe Richter am Donnerstag in Bremerhaven. Schon im August drohe die Lage zu eskalieren, wenn EU-Fischereifahrzeuge vor Norwegen unter Arrest gestellt werden könnten.

„EU müsste Fischerei sofort einstellen“

Auch der Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes, Gero Hocker, warnte vor drastischen Folgen. Zum einen sei wirtschaftliche Situation der Fischer durch den Brexit deutlich erschwert worden. Zum anderen werde das Thema nachhaltige Fischerei ad absurdum geführt. Bereits jetzt sei eine Überfischung zu verzeichnen, die ein Volumen der gesamten EU-Fangquote habe. „Die EU müsste die Fischerei also sofort einstellen, um die Überfischung zu beenden.“

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