Frauenhäuser bieten Schutz, wenn der Partner zur Gefahr wird. Die Leiterin der Bremerhavener Zentralstelle mahnt, dass es in der Seestadt zu wenig Schutzräume gibt.

Frauenhäuser bieten Schutz, wenn der Partner zur Gefahr wird. Die Leiterin der Bremerhavener Zentralstelle mahnt, dass es in der Seestadt zu wenig Schutzräume gibt.

Foto: picture alliance/dpa

Bremerhaven

„Frauen nicht ausreichend vor Gewalt geschützt“

24. November 2021 // 20:53

Bremerhaven ist strukturell nicht ausreichend aufgestellt, wenn es um den Schutz von Frauen vor Gewalt geht, mahnt Clara Friedrich.

„Die Schutzplätze für Frauen müssen dringend erhöht werden und der Zugang zum Frauenhaus muss für alle Frauen ermöglicht werden. Dies ist derzeit nicht der Fall“, kritisiert die Leiterin des Bremerhavener Büros der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichstellung der Frau (ZGF). Finanzielle Hürden erschwerten es manchen Frauen, das Frauenhaus aufzusuchen, das zudem nicht barrierefrei sei.

Lücken im Hilfesystem

In der Seestadt gibt es zudem Lücken im Hilfesystem, führt Friedrich aus. So fehlten spezialisierte Beratungsangebote etwa zu digitaler oder sexualisierter Gewalt. Auch in anderen Bereichen, die geschlechtsspezifische Gewalt betreffen, müsse nachgebessert werden. „Bremerhaven braucht ein ausreichendes und finanziell abgesichertes Schutz- und Beratungsangebot.“

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