Bremerhavener Polizisten werden immer wieder Opfer von Gewalt, Pöbeleien und Beleidigungen.

Bremerhavener Polizisten werden immer wieder Opfer von Gewalt, Pöbeleien und Beleidigungen.

Foto: Symbolfoto: Colourbox

Bremerhaven

Gewalt im Einsatz: Bremerhavener Polizisten helfen sich gegenseitig

Von Laura Bohlmann-Drammeh
28. August 2018 // 09:00

Die Bremerhavener Polizisten berichten, dass ihr Alltag immer belastender werde. Neben Gewalt gehörten auch Pöbeleien und Beleidigungen zum Alltag. Damit die Kollegen das besser verarbeiten können, hat sich ein ehrenamtliches Beratungsteam gegründet.

Einer der "harten Fälle"

Der Vorfall an der Goethestraße im Juli 2017, bei dem eine Gruppe Menschen Polizisten bedrängte und bedrohte, hat sich ins kollektive Gedächtnis der Bremerhavener Polizei als einer der "harten Fälle" eingebrannt.

66 Polizisten bisher 2018 verletzt

Alleine im ersten Halbjahr 2018 sind schon 66 Polizisten im Dienst verletzt worden, zeigt eine aktuelle Statistik. Doch es sind auch die vielen täglichen Respektlosigkeiten, die den Kollegen zunehmend zu schaffen machen, erzählen zwei, die es wissen müssen.

Hilfe durch ehrenamtliche Berater

Todesursachenermittler Björn Wagner und Jugendkriminalitäts-Ermittler Addicke Dase sind zwei der sieben Polizisten, die sich ehrenamtlich von einer Polizeipsychologin schulen lassen haben. "Wir wollen den Kollegen helfen", sagt Dase. Das "kollegiale Betreuungsteam" steht seit diesem Sommer zur Verfügung, wenn Beamten Redebedarf haben. Denn: "Dass wir auch Menschen sind, wird oftmals nicht mehr gesehen", sagt Wagner.

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