Hornissen haben in einem Container am Brookackerweg ihr kunstvolles Nest gebaut.

Hornissen haben in einem Container am Brookackerweg ihr kunstvolles Nest gebaut.

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Bremerhaven

Hornissen als friedliche Nachbarn

Von Ursel Kikker
1. August 2016 // 19:00

Jetzt beginnt die Wespen-Zeit. Nur zwei Wespen-Arten sind für den Menschen richtig lästig: die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Dagegen sind die großen Verwandten, die Hornissen, eigentlich friedlich. Die Jugend- und Kinderfarm am Broockackerweg in Bremerhaven erlebt das gerade. Denn die Insekten haben ein kunstvolles Nest hinten in einem Lagerraum gebaut. Ein Fenster steht dort auf Kipp. Deshalb ließ sich der Verein vom Umweltschutzamt beraten. „Ich hatte Angst, weil hier Kinder herumlaufen“, erzählt Vorsitzende Karin Osmers.

Insekten fliegen nicht auf dem Gelände

Doch die Hornissen fliegen nach hinten raus und gar nicht aufs Gelände. Das Team von der Jugend- und Kinderfarm beachtet einige Verhaltenstipps des Umweltschutzamtes und betritt den Container nur selten. Kinder haben dort ohnehin keinen Zutritt. So leben Mensch und Tier nebeneinander her. In ein paar Wochen stirbt das Hornissen-Volk sowieso.

Hornissen stehen unter Schutz

„Hornissen stehen unter strengem Schutz. Man darf sie nicht einfach entfernen“, sagt Malte Wördemann vom Umweltschutzamt. Dafür wäre eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Die gibt es nur, wenn eine Gefährdung des Menschen nicht auszuschließen ist. Der Bremer Umweltsenator informiert,  dass der Stich einer Hornisse ist für einen gesunden Menschen nicht gefährlicher sei als der einer Wespe. Ausnahme seien Allergiker.

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