Nicht immer ist ein als gefährlich eingestufter Hund das wirkliche Problem, sondern der Halter. Nach einem schlimmen Zwischenfall in der Hafenstraße in Bremerhaven kam der attackierende Hund ins Tierheim. (Unser Symbolfoto zeigt einen American Staffordshire im Tierheim Passbrunn in Bayern.)

Nicht immer ist ein als gefährlich eingestufter Hund das wirkliche Problem, sondern der Halter. Nach einem schlimmen Zwischenfall in der Hafenstraße in Bremerhaven kam der attackierende Hund ins Tierheim. (Unser Symbolfoto zeigt einen American Staffordshire im Tierheim Passbrunn in Bayern.)

Foto: Armin Weigel/dpa

Bremerhaven

Hunde-Attacke in der Hafenstraße hat Konsequenzen

30. November 2022 // 19:20

Nachdem ein Hund in Bremerhaven-Lehe einen anderen Hund totgebissen hat, gibt es jetzt ernste Konsequenzen gegen die Halterin.

Das war passiert

Rückblick: Am Abend des Donnerstag (24.11.) hat sich ein Hund auf dem kleinen Platz zwischen Penny und AWO im oberen Bereich der Hafenstraße von seiner betrunkenen Halterin losgerissen. Das Tier hat sich daraufhin in einen anderen Hund verbissen. Die Polizei wurde alarmiert und ging mit Pfefferspray auf den Hund los. Das Tier löste seinen Biss, doch der andere Hund überlebte diesen nicht. Den gesicherten Hund brachte die Polizei noch am Abend ins Tierheim Bremerhaven.

Hund unauffällig, sogar lieb

Später: Ein fachkundiger Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Bremerhaven sucht nach dem Zwischenfall eigens dafür das Tierheim auf, begutachtet den Hund, spricht mit den Mitarbeitern des Heims. Ergebnis: Der Hund – wie sich herausstellt, ein Pitbull-Staffordshire-Terrier-Mix – wirkt dort völlig unauffällig, ja sogar lieb. Offenkundig ist er aber falsch aufgezogen und gehalten worden – zu isoliert und ohne genügend Kontakt zu anderen Hunden. Das Tierheim Bremerhaven sucht nun einen neuen, diesmal geeigneten Halter für ihn – außerhalb des Bundeslandes Bremen, weil solche Hunde in Bremerhaven und Bremen gar nicht gehalten werden dürfen.

Die Halterin darf nun keinen Hund mehr haben

Wie Magistratssprecherin Laura Bohlmann-Drammeh im Gespräch mit nordsee-zeitung.de mitteilt, wird die Halterin den sichergestellten Hund nicht zurückbekommen. Das Ordnungsamt hat sogar ein Hundehaltungsverbot gegen sie ausgesprochen. Auch wird sie ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro bezahlen müssen.

Mehr dazu lest ihr hier.

Immer informiert via Messenger
Grünkohlzeit! Wart ihr dieses Jahr schon auf Kohltour?
529 abgegebene Stimmen