Die Dreimastbark "Gorch-Fock" ist auch in Bremerhaven sehr oft zu Gast gewesen.

Die Dreimastbark "Gorch-Fock" ist auch in Bremerhaven sehr oft zu Gast gewesen.

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Bremerhaven
Der Norden

Ist das Schicksal der "Gorch-Fock" besiegelt?

Von Lili Maffiotte
24. Januar 2017 // 09:45

Die Zukunft des Segelschulschiffs "Gorch Fock" soll sich nach einem Medienbericht in der kommenden Woche klären. Hintergrund seien offenbar die deutlich gestiegenen Kosten für Reparaturen an dem knapp 60 Jahren alten Schiff, heißt es auf der Homepage des NDR. Nach deren Informationen prüfen Marine und Verteidigungsministerium, ob die "Gorch Fock" weiter in einer Werft repariert oder außer Dienst gestellt wird.

Keine Stellungnahme

Vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und vom Verteidigungsministerium waren am Dienstagmorgen zunächst keine Stellungnahmen zu bekommen.

Erst in Bremerhaven im Dock

Erst im vergangenen Jahr war das Segelschulschiff im Dock in Bremerhaven. Nach Angaben des Bundesamtes für Ausrüstung der Bundeswehr wurden seit 2010 rund 22 Millionen Euro für die Wartung, Reparatur und Instandhaltung des Schiffs ausgegeben, dabei war der Werft-Aufenthalt in Bremerhaven noch nicht mit eingerechnet.

Reparatur ist Geldverschwendung

Anfang Oktober hatte der Bund der Steuerzahler erklärt, er halte die Reparaturen des Marine-Segelschulschiffs für Geldverschwendung. Ein Neubau wäre günstiger, hieß es im damals vorgestellten Schwarzbuch 2016/17.

Arbeiten vorerst gestoppt

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums habe gesagt, Anfang 2016 sei ein Reparaturbedarf von 9,6 Millionen Euro anberaumt worden, berichtete der NDR. Nach Feststellung weiterer Schäden liege er nach Angaben des Ministeriums inzwischen bei etwa 35 Millionen Euro. Mitte Oktober sei entschieden worden, weitere Arbeiten vorerst zu stoppen.

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