Johannes Egelseer.

Johannes Egelseer.

Foto: Berlinke

Bremerhaven

Johannes Egelseer macht die Pinguins fit

Von Matthias Berlinke
12. Februar 2017 // 07:10

von Matthias Berlinke Die Fischtown Pinguins gehören zu den fittesten Teams in der DEL. Läuferisch sind die Jungs von Trainer Thomas Popiesch kaum zu schlagen, das Lazarett ist bis auf Langzeitausfall Sami Venäläinen leer. Ganz klar: Johannes Egelseer darf stolz auf sich sein – und er ist ein gefragter Mann.

Es gibt kaum muskuläre Verletzungen

Egelseer ist Athletiktrainer bei den Fischtown Pinguins. Seit Sommer 2016 kümmert sich der Franke um die körperliche Verfassung der Profis. Und das mit Erfolg. Es hat im Saisonverlauf kaum muskuläre Verletzungen bei den Spielern gegeben – und wenn doch, dann nur nach Kontakt mit dem Gegner. „Die Zahl der muskulären Verletzungen ist für mich auch ein wichtiges Kriterium, an dem ich den Erfolg meiner Arbeit messe“, sagt Egelseer. „Ich fertige immer eine große Tabelle an, in der die muskulären Verletzungen sowie die ohne gegnerische Einwirkung rot markiert werden. Und was soll ich sagen: Bei mir ist in der Tabelle immer relativ wenig Rot zu sehen.“

Ein echter Experte

Die Pinguins sind froh darüber, mit Egelseer einen echten Experten an Bord geholt zu haben. „Die Trainingsarbeit wird immer komplexer, gerade auch nach unserem Aufstieg in die DEL. Da sind wir über professionelle Unterstützung durch Johannes dankbar“, sagt Chefcoach Thomas Popiesch. „Er ist mir als Athletiktrainer empfohlen worden. Eine sehr gute Wahl.“

Erfahrung im Profifußball

Egelseer ist 35 Jahre alt. Dem Diplom-Sportwissenschaftler gehört die Firma Sports Performance in Henfenfeld bei Nürnberg. Egelseer hat schon beim VfR Aalen in der Zweiten Fußball-Bundesliga gearbeitet. Er betreut auch die Nationalmannschaften des Deutschen Eishockey-Bundes. Egelseer hat gut zu tun, kommt viel rum. Alle zwei bis drei Wochen schaut er bei den Pinguins in Bremerhaven vorbei. Vernetzt ist Egelseer mit den Popiesch-Schützlingen aber rund um die Uhr – die digitale Technik mit Fitnessuhren und -gürteln macht’s möglich. So hat der Franke immer einen Überblick über den körperlichen Zustand der Eishockeyprofis. Mit den gespeicherten Werten könnte Egelseer zufrieden sein. Der Athletiktrainer will aber immer am Optimalen kratzen, gibt sich so leicht nicht zufrieden. „Der Fitnesszustand ist in Ordnung. Wir haben gesehen, dass wir in der DEL mit den anderen Teams mithalten können“, sagt Egelseer. „Wir können uns aber noch verbessern. Es gibt Potenzial nach oben.“

Im Mai geht es zur Eishockey-WM

Im Mai steht für Egelseer eine besondere Aufgabe auf dem Programm: Er unterstützt Bundestrainer Marco Sturm bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln. Die Mannschaft hat große Ziele, ohne körperliche Fitness geht da gar nichts. Egelseer wird alle Hände voll zu tun bekommen. „Ich freue mich auf diese Aufgabe. Mit Marco Sturm befinde ich mich jetzt bereits in einem intensiven Austausch“, sagt der Franke.

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