Katja Brüns hilft in der Leherheider Kleiderbörse etwas Passendes für Omar Badee und sein Söhnchen Jamal zu finden.

Katja Brüns hilft in der Leherheider Kleiderbörse etwas Passendes für Omar Badee und sein Söhnchen Jamal zu finden.

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Bremerhaven

Kleiderkammern geht die Kinderkleidung aus

Von Susanne Schwan
20. Dezember 2017 // 15:30

Die sieben Kleiderkammern in der Stadt schlagen Alarm: Die Second-Hand-Kleidung für Kleinkinder ist alle. Mit Einbruch der Kälte wächst der Bedarf vor allem bei den kinderreichen Familien. Die Kleiderbörse in Leherheide hat zwar volle Regale für Erwachsene, aber dringend gebraucht wird hier erste Baby-Ausstattung.

Winterzeug für Baby sind Mangelware

An der Hans-Böckler-Straße 70, der Kleiderbörse des Vereins "Sonnenblume", ist kein einziger warmer Strampler, kein Winterzeug für Säuglinge mehr zu kriegen, stöhnt Vereinsgründerin Cornelia Rönnefahrt. "Wir wären dankbar für Kleiderspenden in den Baby-Größen 40 bis 60 und Kindergrößen 110 bis 122." Zwischen 50 Cent und fünf Euro kosten hier Sachen aus zweiter Hand, darunter immer wieder Neuwertiges.

Im Lebensraum Lehe gibt es dienstags Kleidung gratis

Gänzlich kostenlos gibt der "Lebensraum" an der Leher Rickmersstraße seine Kleidungsstücke, Bettzeug, spielzeug, Hausrat an Bedürftige ab  ohne sozialen Nachweis, aber pro Person nur in begrenztem Umfang. "Um Missbrauch zu verhindern", betont Pastor Janusz Blonski von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, die den Lebensraum ehrenamtlich betreibt. Immer dienstagsmorgens staut sich vor der Tür schon die Schlange der Wartenden, mit Kind und Kegel, meistens Zugewanderte und Flüchtlingsfamilien. Auch hier ist Kinderbekleidung dringend willkommen.

Diakonie braucht Garderobe für junge Männer

Außerdem benötigt  die Kleiderausgabe des Diakonischen Werks an der Jacobistraße "Oberbekleidung für junge Männer", erklärt Sprecherin Jessica Schmidt. "Wir haben genügend Sachen von Senioren, aber die jüngeren  Flüchtlinge vor allem tragen ihre wenigen Sachen bis zur Auflösung." Und auch die Kleiderkammer der Tafel, Surfeldstraße, ist für jede Kleiderspende dankbar. Bei Bedarf holen die ehrenamtlichen Mitarbeiter auch Säcke und Kartons zuhause ab. Sieben Ausgabe- und Abgabestellen An diesen Kleider-Ausgaben können Spenden gebracht und abgeholt werden: › Leherheide: Kleiderbörse Hans-Böckler-Straße 70 (Telefon 95 84 90 18), montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, sonnabends 9 bis 13 Uhr. Keine Bescheinigung nötig. › Lehe: Kleiderkammer des Vereins für Neue Arbeit im Haus der TAFEL, Surfeldstraße 29, (Telefon 8 06 26 62), montags bis freitags 9 bis 13 Uhr (Spendenannahme 8 bis 15.30 Uhr, nötigenfalls kann Second-Hand-Kleidung auch nach Vereinbarung abgeholt werden). Ausgabe nur mit ALG-II-Nachweis, Duldung, Meldebescheinigung, Rentnerausweis. › Lehe: Wichernhaus des Diakonischen Werks, Jacobistraße 44, (Telefon 9 55 52 10), montags bis donnerstags 9–12 Uhr. Mit Sozial-Nachweis. › Lehe: „Lebensraum“ der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde der Erlöserkirche, Rickmersstraße 3 (Telefon 9 51 50 79), kostenlose Ausgabe dienstags ab 10 Uhr, Abgabe von Spenden dienstags und freitags 14 bis 17 Uhr. Kontrollierte Abgabe. › Lehe: „Kolpingtex“ der katholischen Kirche, Rickmersstraße 5-7, (Telefon 95 84 83 28 und 01 71/1 91 43 38), montags bis freitags 10 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 17. Kein Nachweis nötig. › Geestemünde: Kleiderkioske der Christuskirche, Robert-Blum-Straße 8 (Telefon 01 60/95 29 06 39), montags bis sonnabends, 10 bis 12 Uhr. Geschlossen ist ab Donnerstag, 21. Dezember, bis einschließlich Mittwoch, 3. Januar 2018. Zum Abholen ist kein Sozialnachweis nötig. › Grünhöfe: Haberstraße 12 (Kontakt: Telefon 38763), im Dezember geschlossen, sonst jeden letzten Freitag im Monat (ab 26. Januar 2018), von 15 bis 16.30 Uhr. Kein Nachweis.

Kleiderkammern geht die Kinderkleidung aus

Kampf gegen Kinderarmut: Im "Lebensraum" der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Lehe wird Second-Hand-Kleidung gratis abgegeben, gerade für kinderreiche Flüchtlinge ein großer Segen. Foto Scheschonka

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Kleiderkammern geht die Kinderkleidung aus

Im Keller der Kleiderausgabe Surfeldstrasse lagern die Mitarbeiter - hier Janine Weber - alles, was an Spenden abgegeben wird, sortieren es und bessern es auch schon mal aus. Foto Scheschonka

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