Auch die wärmeren Gefilde im Klimahaus gefallen dem US-Studenten Jordan Heuser sehr.

Auch die wärmeren Gefilde im Klimahaus gefallen dem US-Studenten Jordan Heuser sehr.

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Bremerhaven

Klimahaus begeistert US-Praktikant

Von Christoph Bohn
15. Juli 2017 // 13:33

 Nein, Jordan Heuser kann seinem Präsidenten Donald Trump in vielen Dingen nicht zustimmen. Und in Sachen Erderwärmung schon gar nicht: „Ich denke, dass Klimaschutz sehr wichtig ist. Wir haben nur eine Erde“, sagt der 20-Jährige US-Amerikaner, der noch bis zum 21. August ein zweimonatiges Praktikum im Bremerhavener Klimahaus absolviert.

Einsatz im Klimahaus-Marketing-Team

Der Student aus Michigan kann nicht verstehen, warum die USA aus dem Klimaschutzabkommen ausgestiegen sind. „Ich denke, jedes Land muss strikte Maßnahmen ergreifen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken“, ist er der Überzeugung. Damit widerspricht er Trump direkt. Dessen Prioritäten seien sehr egoistisch. Um so froher war der junge US-Amerikaner, dass er jetzt sogar ein Praktikum gefunden hat, das mit dem Thema Klimaschutz zu tun hat: Seit drei Wochen arbeitet er im Marketing-Team des Klimahauses. „Das hat perfekt gepasst“, freut er sich.

Kultur aus erster Hand kennenlernen

Dass es ein Praktikum in Deutschland sein sollte, war für ihn von Anfang an klar – immerhin studiert er ja Deutsch. Über das US-Unternehmen Cultural Vistas, das amerikanischen Studenten hilft, Praktika in Deutschland zu finden, gelang das auch. Und besser als gedacht: „Als sie mir erzählten, dass das Klimahaus einen Praktikanten im Marketing sucht, war ich sehr aufgeregt“, gesteht er.  Und neben Marketing und Klima hat er auch schon eine Menge gesehen. „Ich mag Bremerhaven. Es ist eine schöne kleine Stadt, und am Meer zu sein, ist schon eine coole Sache“, meint der 20-Jährige.

"Ich werde meinen Teil zum Klimaschutz beitragen"

Und wie geht es nach dem 21. August weiter? „Ich muss noch zwei Jahre studieren, dann will ich mein Diplom in Wirtschaft abgeschlossen haben“, sagt der 20-Jährige. Danach wolle er dann in der Wirtschaft arbeiten – vielleicht sogar im Klimabereich. Aber eines sei sicher: „Ich werde meinen Teil zum Klimaschutz beitragen, und ich möchte für eine klimabewusste Firma arbeiten.“ Er könne sich auch vorstellen, seinen künftigen Arbeitgeber in Sachen Umweltschutz zu unterstützen. Egal, was Herr Trump denkt.    

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