Susanne Peters rückt dem Rotkohl mit einem Brotmesser zu Leibe.

Susanne Peters rückt dem Rotkohl mit einem Brotmesser zu Leibe.

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Bremerhaven

Kraut: Vitaminbombe vom Kohlacker

Von Yvonne Gotthardt
27. Januar 2018 // 13:38

Chia-Samen, Goji- und Açai-Beeren oder Quinoa: Die Namen der vermeintlichen „Superfoods“ sind exotisch und künden von einem langen Reiseweg in den heimischen Supermarkt. Doch gesundes Essen muss nicht aus China oder den Anden kommen. Der Gang zum Wochenmarkt reicht. Ernährungsexpertin Susanne Peters schwört auf Vollwertküche. In dem Kursus "Kochen mit Kraut" in der Volkshochschule Bremerhaven (VHS) zeigt sie nun, wie hiesiges Kraut auf dem Teller ganz groß rauskommt.

Grünkohl leitet Wasseransammlungen aus

Wenn Susanne Peters beginnt, über die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Grünkohl, Wirsing und anderen Krautsorten zu sprechen, dann fließen die Worte nur so aus dem Mund der quirligen Ernährungsberaterin. Der Grünkohl hat es ihr dabei nach einer anfänglichen Abneigung ganz besonders angetan: „Die beste Medizin gegen Osteoporose“, schwärmt sie. Allerdings sei der Grünkohl nicht nur das Vitamin-C-reichste Gemüse, sondern zudem gut für Niere, Blase und Herz, fördere die Verdauung und sei gut für die Augen.

Wurzeln bergen die Mineralstoffe der Erde in sich

Eine gute Kombination sei eine Mischung aus Gemüsen, die oberhalb und unterhalb der Erde wachsen. Der Wirsing bringe beispielsweise Chlorophyll mit, das er durch den Wuchs im Sonnenlicht erhalten habe. Im Boden gediehene Wurzeln trügen hingegen die Mineralstoffe der Erde in sich. Mit Sahne und Co. geizt sie nicht,  wenn es an die Krautküche geht.  Die Zubereitung ihrer Krautspeisen hält sie zudem simpel: „Wenn man schon viel schnippeln muss, dann darf die Zutatenliste nicht endlos lang sein“, sagt sie.

Ruf eines Arme-Leute-Essens

Dass das Kochen mit altbekannten hiesigen Kohlsorten noch immer den Ruf eines Arme-Leute-Essen hat, weiß sie – und bedauert es, weil dieser Küchenklassiker solch ein hochwertiges Lebensmittel ist. Auch für die Steckrübe, eine klassische Winterspeise, hat sie ein modernes Gewand bereit: Sie wird überbacken mit einer Mischung aus Schmand, Butter, Bröseln, Walnüssen und Gewürzen. „Dann hat man quasi auch ein Schnitzel“, sagt Peters über die Rübenkreation, die sie als Beilage zu Rahmwirsing empfiehlt.

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