Großer Andrang auf der Ausbildungsbörse "Kompass" in der Agentur für Arbeit: Linda von Glahn (Raiffeisen Weser-Elbe) berät.

Großer Andrang auf der Ausbildungsbörse "Kompass" in der Agentur für Arbeit: Linda von Glahn (Raiffeisen Weser-Elbe) berät.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Leute, hier gibt's Ausbildungsplätze!

Von Susanne Schwan
2. Februar 2017 // 16:00

Noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz? Fast 700 Stellen in Bremerhaven und umzu warten noch auf den passenden Bewerber. Darum hat die Ausbildungsbörse "Kompass 2017" am Donnerstag Jugendliche und Betriebe verkuppelt. Fast 1000 junge Leute haben in der Arbeitsagentur erste Kontakte geknüpft - ein Rekord. So viele Interessenten  gab es noch nie, sagt Wolfgang Mögenburg, Standortleiter der Agentur für Arbeit Bremerhaven.

41 Betriebe stellen sich vor

"Die jährliche Börse schwankte immer zwischen sechs- bis achthundert Besuchern", sagt Mögenburg. "Und wir hatten noch so viele Betriebe als Aussteller hier." 41 Unternehmen haben am Donnerstagvormittag um Auszubildende und für ihre Branche geworben.

Jugendliche haben veraltete Berufsbilder

"Wir rechnen damit, zum 1. August bis auf 40 oder 50 alle freien Ausbildungsplätze besetzt zu haben", ist auch Teamleiter Frank Westphal optimistisch. Allerdings werde es immer schwieriger für Betriebe, passende Bewerber zu finden. "Viele Jugendliche bringen veraltete Vorstellungen von Berufen  aus dem Elternhaus mit, aber die meisten Berufe haben sich stark verändert." Schwere körperliche Arbeit gebe es aber immer noch. "Davor scheuen viele zurück."

Suche nach Elektrotechnik

Für Maurice Polat (17) ist klar: "Ich will in die Elektrotechnik." Seinen Hauptschulabschluss hat er voriges Jahr gemacht. "Auf der Börse hab ich schon drei Betriebe gefunden, die sehr interessant sind, da bewerbe ich mich konkret."

Traum von Tischlerlehre

Sarah Sindermann hat nur ein Ziel: "Tischlerin zu werden." Die 17-Jährige hat dafür schon ein Praktikum am Deutschen Schiffahrtsmuseum gemacht. "Bei der Kompass-Börse informiere ich mich aber über Plan B. Vorsichtshalber."

Präzisionstechnik für die Luftfahrt

Dringend nach jungen Industriemechanikern sucht zum Beispiel  noch die Bremerhavener Firma W. Ludolph. "Zwei bis vier Ausbildungsstellen haben wir anzubieten", sagt Ausbildungsleiter Andreas Jakobus. "Kenntnisse in Mathe und Physik braucht man dafür schon. Und handwerkliches Geschick." Ludolph produziere monatlich rund 80.000 Bauteile für die Luftfahrtindustrie. "Lein Airbus fliegt ohne irgendein Teil von Ludolph", sagt Jakobus.

Immer informiert via Messenger
Die Wahlen sind vorbei. Welche Koalition wünscht ihr euch?
1294 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger