Das Veterinäramt stellte bei dem Hund nach der Biss-Attacke die Gefährlichkeit fest.

Das Veterinäramt stellte bei dem Hund nach der Biss-Attacke die Gefährlichkeit fest.

Foto: Polizei Bremerhaven

Bremerhaven
Cuxland

Nach Biss-Attacken in Bremerhaven und Schiffdorf: Wie geht es mit dem Hund weiter?

Von Mareike Scheer
14. September 2017 // 19:15

Nach der Biss-Attacke eines Hundes auf gleich zwei Kinder in Bremerhaven-Geestemünde und in Schiffdorf hat das Ordnungsamt des Landkreises Cuxhaven der Halterin den Hund entzogen. Die von dem Tier ausgehende Gefahr wurde bereits vom Veterinäramt bescheinigt. Der Mischlingsrüde ist nun im Tierheim Cuxhaven untergebracht. 

Hund verbleibt im Tierheim

Warum dieser Schritt nicht eher vollzogen wurde? "Wir können einen Hund nicht gleich nach einem ersten Biss dem Halter entziehen", erklärt Burkard Wettwer, Leiter des Ordnungsamtes Landkreis Cuxhaven. "Der Hund wird nun zunächst im Tierheim bleiben. Er wird dort gut behandelt und wer weiß, vielleicht will ihn irgendwann jemand haben."

Zuverlässigkeit ist Voraussetzung für Haltungserlaubnis

Allerdings hat auch die 47-jährige Halterin aus Schiffdorf die Möglichkeit, ihren Mischlingsrüden zurückzubekommen. "Sie müsste eine Haltungserlaubnis beantragen, die jedoch mit hohen Hürden verbunden ist und unter anderem einen Wesenstest beinhaltet. Auch eine praktische Sachkundeprüfung wird verlangt und ihre Zuverlässigkeit muss nachgewiesen und gewährleistet werden", so Wettwer.

Gegen Auflagen verstoßen

Hohe Chancen dürften der Schiffdorferin damit nicht zugerechnet werden,  immerhin hat sie gegen zwei Auflagen verstoßen und sich nicht an den Leinen- und Maulkorbzwang gehalten, der nach der ersten Attacke im Mai ausgesprochen worden war.

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