Bundespolizei und Zoll hatten die Razzia in Auftrag gegeben.

Bundespolizei und Zoll hatten die Razzia in Auftrag gegeben.

Foto: Polizei

Bremerhaven

Razzia wegen ausländischen Pflegekräften in Bremerhaven und Cuxland

11. November 2021 // 13:30

In Bremerhaven und im Cuxland hat die Polizei am Donnerstag bei einer Razzia mehrere Wohnungen und Geschäftsräume von Pflegediensten untersucht.

Illegal eingeschleust

Die Vorwürfe richten sich dabei gegen die Inhaber einer Vermittlungsagentur für ausländische Pflegekräfte. Circa 170 Pflegekräfte sollen durch ein Trio illegal nach Deutschland eingeschleust worden sein. Auch Sozialabgaben wurden den Personen demnach vorenthalten. Die Untersuchungen in insgesamt sechs Wohnungen in Bremerhaven und im Landkreis Cuxhaven fanden in den frühen Morgenstunden statt, um an Unterlagen zu den Beschäftigungsverhältnissen zu kommen. Die Razzia fand im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bremen und Bundespolizeiinspektion Hannover statt.

Drei Angeklagte

Wegen des gewerbsmäßigen Einschleusens von osteuropäischen Ausländern beschuldigt werden eine 53-jährige Frau sowie ein 57- und ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis Cuxhaven. Es handelt sich um deutsche Staatsangehörige. Die 53-Jährige ist Inhaberin der Vermittlungsagentur. Bei der Vermitlung der 170 Pflegekräfte sollen Mindestlöhne nicht ordnungsgemäß entrichtet und Sozialabgaben veruntreut und vorenthalten worden sein.

Belarussin mit polnischem Visum

Die Bundespolizei wurde auf das Trio aufmerksam, nachdem eine belarussische Staatsangehörige am Flughafen Hannover mit einem polnischen Visum zum Zwecke der Arbeitsaufnahme in Deutschland vorstellig wurde. Diese Belarussin sollte über die Agentur der Beschuldigten mit ungültigen Bescheinigungen als Pflegekraft an private Haushalte vermittelt werden. Sie verfügte nicht über die erforderliche Arbeits- bzw. Aufenthaltserlaubnis.

100 Einsatzkräfte

Rund 100 Einsatzkräfte von Bundespolizei und Zoll waren an den Wohnungsdurchsuchungen beteiligt. Die Auswertung beschlagnahmter Beweismittel werde laut Polizei mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

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