Der Täter wird bei Gericht vorgeführt.

Der Täter wird bei Gericht vorgeführt.

Foto: Mündelein

Bremerhaven

Siebenmal zugestochen: Haft für Bremerhavener

Von Klaus Mündelein
10. Dezember 2018 // 11:35

In rasender Wut hatte Stanel-Laurentiu H. aus Bremerhaven auf sein Opfer eingestochen. Siebenmal traf er den Mann mit einem Fleischermesser, durchtrennte Darm und Arterie. Das Opfer überlebte, wird aber für den Rest seines Lebens vor sich hinsiechen im Wachkoma. Das Landgericht verurteilte den Täter dafür zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten.

Landsleute ausgenutzt

Täter und Opfer kannten sich. Beide sind Rumänen, und ihre gemeinsame Vorgeschichte mündete in die brutale Tat. Das 43 Jahre alte Opfer war einer jener Arbeitsvermittler, die die Unkenntnis seiner Landsleute ausnutzte, die ihr Glück in Deutschland machen wollen. Er vermittelte an Zeitarbeitsunternehmen und Betriebe im Billiglohnbereich und kassierte dafür Anteile des Arbeitslohnes.

Täter wollte zur Polizei

Stanel-Laurentiu H. Fühlte sich ausgebeutet. Und ihm drohte erneut eine Kündigung. Er wollte sich mit einer Anzeige bei der Polizei wehren. Und damit begann die Tragödie. Sie endete am 27. Mai, einem Sonntag. Das Opfer lag blutend im Auto, dessen Reifen zerstochen waren.
Was den Täter so in Rage brachte, dass er blind vor Wut so heftig zustach, lest ihr am Dienstag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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