So ein Netzwerk fehlt in Geestendorf: Tina Schölzel (3. von links, hinten) mit Müttern und Baby im Familienzentrum Grünhöfe.

So ein Netzwerk fehlt in Geestendorf: Tina Schölzel (3. von links, hinten) mit Müttern und Baby im Familienzentrum Grünhöfe.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

SPD will in Geestendorf ein Familienzentrum bauen

Von Laura Bohlmann-Drammeh
13. Februar 2018 // 16:00

Jedes zweite Kind lebt von Hartz IV, viele bei Alleinerziehenden - doch einen Anlaufpunkt für Familien gibt es in Geestendorf nicht. Eine Befragung  unter Eltern hat aber ergeben, dass sie sich eines wünschen. Die SPD will sich jetzt kümmern - doch die Finanzierung ist ein Problem. 

Kein Familienzentrum in Geestendorf

Die Sozialraumanalyse, die 2016 im Auftrag des Jugendamtes durchgeführt wurde, hat ergeben, dass in Geestendorf besonders viele Familien mit Unterstützungsbedarf leben. Ein Familienzentrum, das eine wichtige Anlaufstelle sein kann, gibt es aber nur in Grünhöfe und im Bremerhavener Norden.

SPD will frühe Hilfen schaffen

„Frühe Hilfen, wie sie in einem Familienzentrum geboten werden, sparen später Kosten“, ist Lisa Wittig (SPD), Sprecherin des Ausschusses für Jugend, Familie und Frauen, überzeugt. Deshalb will ihre Partei sich für die Schaffung eines Familienzentrums einsetzen.

CDU und Opposition: Es fehlt das Geld

Marina Kargoscha von der CDU sieht zwar den Bedarf. Aber wo das Geld herkommen soll, darauf müsse genau geschaut werden - immerhin koste ein Familienzentrum, das von einem Träger übernommen wird, 55.000 Euro im Jahr. Auch die FDP sieht das kritisch. Die Grünen meinen, eventuell könne man ein Familienzentrum an einen der Kita-Neubaus anschließen.

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