Khalil Koto 2003 in seinem Heimatdorf Karagoule im Nordwesten Syriens: Auch dieses auf der Flucht gerettete Foto ist Teil der Ausstellung im Deutschen Auswandererhaus. Bremerhaven.

Khalil Koto 2003 in seinem Heimatdorf Karagoule im Nordwesten Syriens: Auch dieses auf der Flucht gerettete Foto ist Teil der Ausstellung im Deutschen Auswandererhaus. Bremerhaven.

Foto: Deutsches Asuwandererhaus

Bremerhaven

Syrische Fluchtgeschichte im Deutschen Auswandererhaus zu sehen

Von Susanne Schwan
10. März 2016 // 13:43

Khalil Koto floh vor dem Terror des Bürgerkriegs in Syrien. Ab Freitag erzählt das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven (DAH)  seine Biografie. Kotos Erlebnisse, seine Flucht, seine Hoffnung auf Asyl,  ist  nun ständiger Teil der Dauerausstellung des Migrationsmuseums.

Auf Spurensuche unter Flüchtlingen

Im April 2014 verließen  Khalil und Hamida Koto mit ihren vier Kindern die Heimat. Der schwere Weg der Familie endete sieben Monate später im November in Bremerhaven.  Am  Deutschen Auswandererhaus begann zur gleichen Zeit  ein neues Forschungsprojekt: "Oral History" , mündliche Geschichte. Es sammelt Autobiografien jener Einwanderer, die dem Bürgerkrieg entkamen. Auf der Suche nach Interview-Partnern stieß Historikerin Lena Jung über das Netzwerk Flüchtlingshilfe der Kreuzkirche auf Khalil Koto.

Stundenlange Interviews auf Englisch

In stundenlangen Gesprächen auf Englisch vertraute der 45-Jährige ihr seine Erlebnisse, Gedanken, Ängste und Hoffnungen an. Ab sofort können auch Besucher des DAH mit ihrem Boarding-Pass auf ihrer Spurensuche all das nacherleben. Denn Koto hat für die Hör-Stationen der Ausstellung vieles selbst erzählt, Schauspieler sprechen die deutsche und englische Übersetzung. Und nicht nur das.

Persönliche Erinnerungsstücke an die Flucht

Auch persönliche Erinnerungsstücke sind im Erweiterungsbau des Erlebnismuseums in Schaukästen zu sehen: Das arabische Universitätsdiplom des Ingenieurs. Ein Löffel aus dem bulgarischen Flüchtlingslager. Und auch ein Willkommensgeschenk: Eine  Jeanshose. Was es damit auf sich hat, erfahren Besucher im Erweiterungsbau des DAH, Columbusstraße 65,  täglich von 10 bis 18 Uhr.

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