Da war noch alles gut: Manuela Felix und Karl Wilma haben die ersten Tage ihres Florida-Urlaubs genossen. Doch Hurrikan Irma rollt an: Ihr Hotel mussten sie bereits verlassen, der Flug ist unsicher.

Da war noch alles gut: Manuela Felix und Karl Wilma haben die ersten Tage ihres Florida-Urlaubs genossen. Doch Hurrikan Irma rollt an: Ihr Hotel mussten sie bereits verlassen, der Flug ist unsicher.

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Bremerhaven

Traumurlaub in Florida wird für Bremerhavener Paar zum Albtraum

Von Stefanie Jürgensen
7. September 2017 // 20:00

Es war ihr großer Traum: eine gemeinsame Reise nach Florida. „Jetzt ist es unser Albtraum“, sagt Manuela Felix, die seit vergangener Woche mit ihren Freund in Miami Urlaub macht. Denn Hurrikan Irma rollt auf Florida zu. Die Menschen verbarrikadieren ihre Häuser, flüchten aus der Stadt – und Manuela Felix und ihr Freund Karl Wilma wissen nicht wohin. Ihr Traumurlaub ist schon lange kein Traum mehr.

Hotel bereits geschlossen

Aus ihrem Hotel wurden Manuela Felix und Karl Wilma bereits geworfen. Es musste wegen des nähernden Tropensturms schließen. Wohin sie jetzt sollen, weiß das Speckenbüttler Paar nicht. „Um drei Uhr nachts Ortszeit habe ich beim Reisebüro in Bremerhaven angerufen. Da haben sie gerade geöffnet“, erzählt die Bremerhavenerin. Stunden warten sie auf eine Rückmeldung, doch das Reisebüro bekommt keinen Flug. Auch ein Hotelmitarbeiter versucht vergeblich dem Paar einen Flug zu vermitteln.

Wie eine Geisterstadt

Noch ist das Wetter in Miami wunderschön, aber die Stadt ist in Aufruhr, die Straßen werden immer leerer, nachts ist es totenstill. „Es ist wie eine Geisterstadt“, sagt Manuela Felix. Die Menschen kaufen Wasservorräte, Sandsäcke und Konservendosen in Massen, die Regale der Geschäfte sind leer gefegt, Fenster und Türen verriegeln sie.

Letzter Ausweg: Notunterkunft

Was sie nun machen werden, wusste Manuela Felix nicht, als sie am Donnerstagnachmittag das letzte Mal mit nord24 telefonierte. Am Freitag würde ihr regulärer Rückflug Richtung Zuhause gehen. „Wir haben aber schon gehört, dass der Flughafen vorher evakuiert werden soll. Auch die Mitarbeiter müssen ja weg“, so Manuela Felix. Wird ihr Flug gestrichen und findet sich kein anderer, werden sie in einer Notunterkunft Schutz suchen müssen. „Wir möchten doch nur zurück“, sagt sie.

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