Basaam Fandi ist Arabischlehrer im Pädagogischen Zentrum, würde aber gerne an einer regulären Schule in Bremerhaven arbeiten.

Basaam Fandi ist Arabischlehrer im Pädagogischen Zentrum, würde aber gerne an einer regulären Schule in Bremerhaven arbeiten.

Foto: Schimanke

Bremerhaven

Trotz Lehrermangels: Syrischer Lehrer kann nicht an Bremerhavener Schule unterrichten

Von Denise von der Ahé
19. September 2017 // 18:00

Trotz des Lehrermangels in Bremerhaven ist es für Lehrer aus Syrien und anderen Ländern schwer, einen Job an einer Schule zu finden. Die Lehrergewerkschaft GEW fordert daher, dass die ausländischen Abschlüsse anerkannt werden und die Verfahren schneller funktionieren. Basaam Fandi (29) war in Syrien Lehrer und kam im Mai 2015 als Kriegsflüchtling nach Bremerhaven. Der studierte Arabischlehrer lernte schnell Deutsch und hatte Glück: Er fand einen Job im Pädagogischen Zentrum in Bremerhaven. Dort gibt er Sprachkurse für andere Flüchtlinge und bringt Ehrenamtlichen Arabisch bei.

Ausländischer Abschluss muss anerkannt werden

Doch sein Traum ist, wie in Syrien an einer richtigen Schule zu unterrichten. Dafür müsste aber erstmal sein Abschluss anerkannt werden und er bräuchte eine Weiterbildung in einem zweiten Fach. Dann könnte er perspektivisch ein Fach an einer Schule in Bremerhaven unterrichten und gleichzeitig Kindern aus arabischen Ländern beim Lernen der deutschen Sprache helfen, sagt GEW-Landesvorstandssprecher Bernd Winkelmann.

GEW fordert schnellere Verfahren

"Wir brauchen schnellere und einfachere Verfahren zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse", fordert Winkelmann vom Bildungsressort.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren
Immer informiert via Messenger
Lütte Sail in Mini-Version - findet ihr das gut?
713 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger