Die Überbrückungshilfe III Plus soll Unternehmen und Soloselbstständigen unter die Arme greifen.

Die Überbrückungshilfe III Plus soll Unternehmen und Soloselbstständigen unter die Arme greifen.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bremerhaven

Überbrückungshilfe III bis September verlängert

Autor
Von nord24
1. Juli 2021 // 20:05

Noch immer sind viele Branchen von den Beschränkungen und Schließungen zum Schutz der Bevölkerung vor Corona betroffen. Für Unternehmen und Soloselbstständige, die nicht in den Regelbetrieb zurückkehren können und auf wirtschaftliche Unterstützung angewiesen sind, wird die Überbrückungshilfe III bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus verlängert.

Programm wird angepasst

Das teilte die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa am Donnerstag mit. Ursprünglich sollte das Programm zum 30. Juni auslaufen. Auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird bis zum 30. September als Neustarthilfe Plus verlängert.

Das Unterstützungsprogramm des Bundes enthält folgende Anpassungen:

  • Restart-Prämie: Unternehmen können nun auf eine Personalkostenhilfe als Zuschuss zu den steigenden Personalkosten zurückgreifen. In dem Fall, dass Unternehmen ihre Beschäftigten aus der Kurzarbeit zurückholen, neues Personal einstellen oder auf andere Weise die Beschäftigung erhöhen, können Unternehmen nun auf eine Personalkostenhilfe zurückgreifen. Diese dient als Zuschuss für die bereits in der Überbrückungshilfe III bestehende Personalkostenpauschale.

  • Ersetzung von Anwaltskosten: Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat können nun geltend gemacht werden, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit im Zuge einer insolvenzabwendenden Restrukturierung eines Unternehmens zu vermeiden.

  • Neustarthilfe Plus: Die für Soloselbstständige angedachte Neustarthilfe wird verlängert. Für den Förderzeitraum Januar bis September 2021 können Soloselbstständige nun bis zu 12.000 Euro bekommen. Soloselbstständigen wird somit eine Erhöhung des monatlichen Zuschusses von 1250 Euro auf bis zu 1500 Euro gewährt.

Die Überbrückungshilfe III Plus hält an den bestehenden Fördermaßnahmen aus der Überbrückungshilfe III fest. Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von bis zu 30 Prozent nachweisen können, bleiben antragsberechtigt. Die maximale monatliche Förderung beträgt 10 Millionen Euro und die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Millionen. Sie setzt sich zusammen aus 12 Millionen Euro aus dem geltenden EU-Beihilferahmen und 40 Millionen Euro aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich.

Erneut Beantragung durch Dritte

Auch die Überbrückungshilfe III Plus und die Neustarthilfe Plus soll durch prüfende Dritte beantragt werden. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Dort sind außerdem weitere Informationen zu finden.

Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgt weiterhin über die Bremer Aufbau-Bank GmbH in Bremen (BAB) und die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) in Bremerhaven.

Immer informiert via Messenger
Die Stadt Bremerhaven kauft das Karstadt-Gebäude. Hat die Innenstadt damit wieder eine Zukunft?
503 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger