Das ging flott: Nach nicht einmal drei Monaten stellte der Lebensmittel-Lieferdienst Flink am Samstag, 21. Mai, seinen Betrieb in Bremerhaven schon wieder ein. 40 Arbeitsplätze sind von der Schließung betroffen.

Das ging flott: Nach nicht einmal drei Monaten stellte der Lebensmittel-Lieferdienst Flink am Samstag, 21. Mai, seinen Betrieb in Bremerhaven schon wieder ein. 40 Arbeitsplätze sind von der Schließung betroffen.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Zu hohe Auflagen? Lieferdienst Flink bricht Test in Bremerhaven ab

21. Mai 2022 // 13:51

Der Lebensmittel-Lieferdienst Flink zieht sich nach nicht einmal drei Monaten wieder aus Bremerhaven zurück. Behördliche Auflagen werden als Grund genannt.

Seit Anfang März

Das Berliner Start-up Flink lieferte ab März in den Stadtteilen Lehe, Mitte-Nord, Eckernfeld und Klushof. Sein Depot war in der oberen Hafenstraße neben Penny. Angeboten wurden rund 2400 Artikel. Bestellt wurde über das Internet, und die Auslieferer brachten das Gewünschte für 1,80 Euro Liefergebühr per Rad in der Regel innerhalb von zehn Minuten. Der Service wurde von vielen Stammkunden gelobt.

Samstag war Schluss

Am Samstag, 21. Mai, 18 Uhr, aber brach Flink seinen Expansions-Test in Bremerhaven ab. Für die Kunden zeichnete sich das schon Ende der Woche ab: Viele Artikel waren nicht mehr bestellbar, andere wurden mit Rabatten von bis zu 70 Prozent angeboten. Etliche Flink-Fans nutzten das am Samstag für Großeinkäufe.

Orderzahl wuchs

Viele der rund 40 Mitarbeiter gingen davon aus, dass Flink in Bremerhaven schloss, weil die erhofften Bestell- und Umsatzzahlen nicht erreicht worden waren. Wie nord24 erfuhr, hatten sich die Zahlen aber ordentlich entwickelt: An guten Tagen lieferte Flink bis zu 170 Bestellungen aus. Flink soll auch bereits eine Immobilie für ein zweites Liefergebiet in Geestemünde gesucht haben.

Auflagen überzogen?

Dann aber soll sich die Flink-Zentrale entschlossen haben, ihren Pilotversuch für kleinere Großstädte in Bremerhaven doch zu beenden. Der Grund sollen behördliche Auflagen gewesen sein, die Flink als überzogen wertete und die die Rentabilität infrage gestellt hätten. Dabei soll es unter anderem um die Fläche der Pausenräume für die Fahrer und um eigene Abstellräume für deren Fahrräder gegangen sein.

Eine Stellungnahme der Behörden dazu war am Wochenende nicht zu bekommen, nord24 bleibt dran.

Einen ausführlichen Bericht über den Start von Flink in Bremerhaven und einen Test seines Dienstes findet Ihr auf NORD|ERLESEN.

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