Gaby Gerken hält ihre Hündin Aika im Arm. Die 46-jährige Leherheiderin hat Angst, irgendwann nicht mehr für ihr Haustier sorgen können.

Gaby Gerken hält ihre Hündin Aika im Arm. Die 46-jährige Leherheiderin hat Angst, irgendwann nicht mehr für ihr Haustier sorgen können.

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Bremerhaven

Wenn das Haustier zu teuer wird

Von nord24
8. März 2016 // 16:22

Aika ist krank. Die neun Jahre alte Shih-Tzu-Hündin hat einen langen Leidensweg hinter sich: „Das erste Mal wurde sie schon mit sieben Monaten operiert“, sagt Gaby Gerken über ihr Haustier. „Damals musste ihre Nase geweitet werden.“ Aika sei leider nicht optimal gezüchtet, ergänzt Gerken. „Sie hat unter anderem Kniescheiben-Verschiebungen, chronischen Juckreiz und ein trockenes Auge, in das sie regelmäßig Tropfen bekommen muss.“ All das kostet Geld - womöglich bald zu viel Geld für Gaby Gerken. Denn die 46-Jährige aus Leherheide ist Hartz-IV-Empfängerin. Sie hat Angst davor, dass sie irgendwann einmal nicht mehr genug Geld dafür aufbringen kann, Aika zu versorgen. „Allein seit 2014 habe ich rund 1600 Euro ausgegeben“, sagt Gerken. Solche Summen gingen aber an ihre Substanz, fügt sie hinzu. Damit ist Gerken nicht allein.

Ein neuer Verein hilft bei der Haustier-Versorgung

„Wir haben oft von Menschen gehört, die wegen Finanznot oder körperlicher Gebrechen nicht mehr allein für ihr Haustier sorgen können“, sagt Corinna Mosebach. Sie hat nun gemeinsam mit zwei Dutzend weiteren Tierfreunden den Verein Bremerhavener Haustier-Versorgung (BHV) gegründet. „Die BHV wird sich um Futterspenden, Tierarztkosten, aber auch ums Gassi-Gehen kümmern“, sagt Mosebach. Auch in Sachen Gaby Gerken: „Wir kennen den Fall mittlerweile und werden sie unterstützen“, kündigt Corinna Mosebach an.

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