Zoff im Gericht: Ausgerechnet zwei Halbbrüder bezichtigen sich gegenseitig der Lüge im Kokainprozess, in dem ansonsten die meisten Fakten durch Geständnisse geklärt sind.

Ausgerechnet zwei Halbbrüder bezichtigen sich gegenseitig der Lüge im Kokainprozess, in dem ansonsten die meisten Fakten durch Geständnisse geklärt sind.

Foto: Mündelein

Bremerhaven
Justiz

Wie peinlich: Kokain-Prozess kommt nicht in die Gänge

Von Klaus Mündelein
24. August 2016 // 16:00

Schon wieder wurde der Kokain-Prozess unterbrochen. Auch der zweite Versuch, das Verfahren in Gang zu bringen, scheiterte an einer fehlerhaften Besetzung des Richtertischs mit den richtigen Schöffen. Dabei geht es um viel: Die vier Angeklagten sollen geholfen haben, rund 432 Kilo Kokain über den Hafen eingeschmuggelt zu haben.

Angeklagte schmoren in U-Haft

Die Verteidiger beantragten Haftverschonung für ihre Mandanten, die schon so lange in Untersuchungshaft schmoren, ohne dass ihnen am Landgericht der Prozess gemacht werden kann. Der Vorsitzender Richter Helmut Kellermann akzeptierte das nicht. Aber sauer ist er wegen des holprigen Starts durchaus.

Fehlerhafte Schöffenauswahl

Die Schöffengeschäftsstelle hat die fehlerhafte Schöffenauswahl im Kokain-Prozess zu verantworten. Nun kann erst in der kommenden Woche die Anklage verlesen und der wichtigste Zeuge erst in der übernächsten Woche vernommen werden. Bis dahin passiert nichts.

Schmuggel von Kokain in Kühlcontainern

Den Angeklagten aus Bremerhaven und dem Umland wird im Kokain-Prozess vorgeworfen, den Schmuggel des Kokains mit Hilfe von Kühlcontainern aus Südamerika organsiert zu haben. Sie sollen auch am Weiterverkauf beteiligt  gewesen sein. Einer der Angeklagten ist bereit auszusagen. Die anderen befürchten, dass sie dadurch belastet werden.

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