Eine Person wird geimpft

Wer sich nicht gegen Corona impfen lässt und in einem medizinischen Beruf tätig ist, bringt möglicherweise seinen Job in Gefahr.

Foto: Thomas Lohnes/epd

Bremerhaven

Wirrwarr um Impfpflicht und Job-Verbot

30. Januar 2022 // 16:39

Ab 16. März müssen Beschäftigte in medizinischen Berufen dem Arbeitgeber nachweisen, geimpft zu sein. Andernfalls droht der Job-Stopp.

Bis zu 100 Beschäftigte am Klinikum bald ohne Job?

Allein im Reinkenheider Klinikum müssen 90 bis 100 Beschäftigte damit rechnen, ohne Arbeit dazustehen. Denn etwa so viele seien bisher nicht vollständig geimpft, heißt es seitens des Klinikum-Sprechers. Was aber mit der Pflegekraft oder dem langjährigen Oberarzt geschieht, die sich nicht impfen lassen wollen, erklären weder Klinikum noch Stadt. Magistratssprecher Stefan Zimdars betont, es gebe einen „Wust ungeklärter Fragen“.

Meldung ans Gesundheitsamt

Die bis zum 15. März Ungeimpften muss der Arbeitgeber jedenfalls dem Gesundheitsamt melden. Ob die Behörde dann ein Beschäftigungsverbot ausspricht oder das Unternehmen selbst verbieten muss, den Arbeitsplatz zu betreten – alles noch in Abstimmung.

Kaum Befürchtungen in den Arztpraxen

Kaum Probleme sehen niedergelassene Ärzte: Nach ihrer Kenntnis sei die Impfbereitschaft in den Arztpraxen deutlich höher als in den Kliniken, meint Dr. Birgit Lorenz, Sprecherin der Bremerhavener Hausärzte. Nach ihrer Einschätzung seien „bis auf Ausnahmen“ alle Beschäftigten geimpft und zum großen Teil auch schon geboostert.

Was es mit der „einrichtungsbezogenen Impfpflicht“ auf sich hat, und ein Gespräch mit Arbeitsrechts-Jurist Piet Klemeyer lest ihr auf NORD|ERLESEN.

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