Baustelle

Teures Unterfangen: Wer heute einen Baukredit aufnimmt, muss deutlich mehr für die Zinsen aufbringen als noch zu Beginn des Jahres. Nicht in allen Segmenten führt das zu einem Rückgang der Nachfrage.

Foto: Weigel/dpa

Bremerhaven
Cuxland

Zinsanstieg und Baukosten machen Häuslebauern zu schaffen

26. November 2022 // 14:00

Steigende Zinsen, Baukosten und Inflation schrecken Bauherren und Käufer zunehmend ab. Wie sieht es auf dem regionalen Immobilienmarkt aus?

Bauzinsen stiegen auf vier Prozent

Im Juli hatte die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit elf Jahren den Leitzins erhöht. Die Bauzinsen stiegen innerhalb weniger Monate von einem auf aktuell rund 4 Prozent. Bei Laufzeiten von zehn Jahren.

Die Kunden halten sich zurück

„Parallel zum Zinsanstieg haben sich die Baukosten im Vergleich zum Vorjahr massiv erhöht“, sagt die Sprecherin der Weser-Elbe Sparkasse (Wespa) Ninia Käckenmester. Hinzu kämen Unsicherheiten rund um die hohen Energiepreise und die Inflation. Immer weniger Menschen können sich daher einen Baukredit leisten. Auch bei der Volksbank Bremerhaven-Cuxland registriert man eine rückläufige Nachfrage, insbesondere für Neubauten, sagt Volksbank-Sprecherin Julia Przybilowski.

Noch wollen Verkäufer die Preise nicht senken

Der Geschäftsführer der auf schlüsselfertige Einfamilienhäuser spezialisierten Baufirma W & K Bau in der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Jens Kugele, berichtet von Kunden, die geplante Bauaufträge canceln oder reservierte Grundstücke in den Neubausiedlungen zurückgeben.

Weiterhin Nachfrage nach Wohnraum

Der Inhaber der Bentz Immobilienagentur in Geestland, André Bentz, sieht aber nach wie vor eine große Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere das Geschäft mit Mehrfamilienhäusern, mit Wohn- und Geschäftshäusern laufe weiterhin.

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