In rund 28 Stunden (so viel Zeit hat ein Besucher ungefähr, wenn er über eine Nacht bleibt) kann man viel auf Helgoland erleben.

In rund 28 Stunden (so viel Zeit hat ein Besucher ungefähr, wenn er über eine Nacht bleibt) kann man viel auf Helgoland erleben.

Foto: Rabbel

Der Norden

10 Dinge, die ihr auf Helgoland gemacht haben müsst

Von Philipp Overschmidt
28. August 2018 // 18:00

Ein Ausflug nach Helgoland ist nicht nur für Bremerhavener und Cuxländer ein Erlebnis. nord24-Reporter Philipp Overschmidt hat Helgoland zum ersten Mal besucht und euch zehn Dinge mitgebracht, die ihr gemacht haben müsst.

Mehr als einen Tag bleiben

Der größte Fehler, den der Besucher auf Helgoland machen kann, ist nur für einen Tagestörn auf die Insel zu kommen. Klar kann man dort auch in rund vier Stunden viel erleben, aber die wahre Schönheit Helgolands entdeckt der Urlauber erst, wenn er 24 Stunden länger bleibt. Mindestens.

Die Ruhe genießen

Denn wenn die Tagesgäste weg sind, kehrt in den Straßen von Helgoland eine entspannende Ruhe ein. Die Schlangen an den Einkaufsläden und Imbissen lichten sich und man findet sofort einen Platz im Restaurant. Manche Bars machen sogar erst um 16 Uhr auf. Wer dann zum Schiff muss, verpasst etwas.

Knieper essen

Die Scheren des Taschenkrebses, Knieper genannt, sind eine Delikatesse auf Helgoland. Doch an das zarte Fleisch ran zu kommen, ist gar nicht mal so einfach. Da hilft nur Knacken und mit Knieperbesteck aushöhlen. Wem das zu viel Arbeit ist, der sollte den Helgoländer Pannfisch nehmen. Bratkartoffeln und Senfsoße dazu und fertig ist der Hochgenuss.

Rundgang über Hauptinsel und Düne

Wer einmal über eine der Inseln laufen will, muss nicht viel Zeit einplanen. Auf der Hauptinsel von Helgoland ist der Spaziergang ein Muss, da auf dem Weg die Lange Anna liegt. Auf dem Wahrzeichen der Insel tummeln sich unzählige Seevögel – insbesondere Basstölpel. Auch die Düne lädt zu einem Rundgang ein. Doch Achtung, wer sie komplett umrunden will, muss unweigerlich über den FKK-Strand.

Mit Seehunden und Kegelrobben schwimmen

Deutschlands größtes Raubtier ist auf der Nebeninsel Düne in Massen zu finden: die Kegelrobbe. Schilder weisen daraufhin, dass Urlauber nicht näher als 30 Meter an die pelzigen Sonnenanbeter heran sollen. Doch die Tiere halten sich nicht immer daran. Beim Bad in der Nordsee kann deshalb auch schon mal eine Kegelrobbe neben einem Schwimmer im Wasser auftauchen. Gerade die Jungtiere kommen Schwimmern manchmal so nah, dass sie sie sogar mit der Schnauze anstupsen. Bei allem Spaß kann es dann aber auch gefährlich werden, denn die Tiere können mit ihren scharfen Zähnen zuschnappen. Immerhin sind sie die größten Raubtiere Deutschlands.

Glocke am Friedhof läuten

Der Friedhof der Namenlosen auf der Düne ist ein Ort zum Innehalten. Dort gedenkt man verstorbenen Seeleuten. Einerseits erinnern Gedenksteine an unbekannte Tote, andererseits wird Opfern von Seegefechten und Katastrophen gedacht. Neben den Gedenksteinen steht dort auch eine Glocke. Diese kann von Besuchern geläutet werden. Aber bitte nur einmal pro Person, wie ein Schild an der Glocke anweist.

Lebensmüde Tiere sehen

Nicht nur Vögel, Seehunde und Robben können Tierfreunde auf Helgoland entdecken. Zahlreiche Heidschnucken grasen auf den unbebauten Flächen. Manche Exemplare kommen dabei den steilen Klippen gefährlich nahe und schlüpfen durch die Zäune. Für das beste Gras scheint den Heidschnucken keine Gefahr zu groß zu sein. [gallery ids="176071,176072"]

Steuerfrei einkaufen

Der billige Einkauf auf Helgoland sollte niemals der einzige Grund für einen Trip nach Helgoland sein, gehört aber dazu. Steuerfreie Zigaretten, Alkohol und Parfüm müssen noch vor der Abreise besorgt werden. Dank der fehlenden Mehrwertsteuer gibt es viele Produkte sehr günstig. Aber denkt dran: Achtet auf die Freimengen, die ihr zurück ans Festland mitnehmen dürft. Denn dort hat der Zoll ein Auge auf die Rückkehrer von der Insel.

Die Aussicht genießen

Wer eine Nacht auf Helgoland verbringt, sollte unbedingt im Oberland mit Blick aufs Meer nächtigen. Es gibt nichts Schöneres, als den Blick auf Düne, Südhafen und Nordsee bei einer leckeren Tasse Kaffee zum Frühstück. Aber auch wenn die ersten Touri-Schiffe gegen Mittag anlegen und Passagiere zwischen Düne und Helgoland ausgebootet werden, ist der Anblick ein Traum.

Den Pinneberg besteigen

Bildergalerie

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Die Knieper sind eine Delikatesse auf Helgoland. Foto: Overschmidt
Die Knieper sind eine Delikatesse auf Helgoland. Foto: Overschmidt

© Archivfoto: Bodo Marks/dpa

Doch das Öffnen der Scheren ist gar nicht so leicht. Foto: Overschmidt
Doch das Öffnen der Scheren ist gar nicht so leicht. Foto: Overschmidt

© Archivfoto: Bodo Marks/dpa

Der Helgoländer Pannfisch lohnt sich auch. Foto: Overschmidt
Der Helgoländer Pannfisch lohnt sich auch. Foto: Overschmidt

© Archivfoto: Bodo Marks/dpa

Der Pinneberg auf Helgoland ist mit seinen 61,3 Metern die höchsten Erhebung der Insel. Doch auch im gesamten Kreis Pinneberg – Helgoland gehört dazu – ist es der höchste Punkt. Wer den Pinneberg besteigen will, braucht kein Bergsteiger sein. Das geht ganz leicht über einen kurzen Fußweg.

In rund 28 Stunden (so viel Zeit hat ein Besucher ungefähr, wenn er über eine Nacht bleibt) kann man viel auf Helgoland erleben.

30 Meter Abstand? Die Kegelrobben halten sich nicht dran.

Foto: Rabbel

In rund 28 Stunden (so viel Zeit hat ein Besucher ungefähr, wenn er über eine Nacht bleibt) kann man viel auf Helgoland erleben.

Dieser Ausblick ist ein Genuss.

Foto: Rabbel

In rund 28 Stunden (so viel Zeit hat ein Besucher ungefähr, wenn er über eine Nacht bleibt) kann man viel auf Helgoland erleben.

Der Pinneberg ist nicht nur die höchste Erhebung auf Helgoland, sondern auch im kompletten Kreis Pinneberg.

Foto: Rabbel

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