Jeder Niedersachse bekommt in der Corona-Krise 175 Euro zur Abfederung der Folgen.

Jeder Niedersachse bekommt in der Corona-Krise 175 Euro zur Abfederung der Folgen.

Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa

Der Norden

175 Euro pro Einwohner: Niedersachsen gibt geringste Corona-Hilfen

Von nord24
27. Mai 2020 // 21:00

Zur Abfederung der Corona-Folgen auf die Wirtschaft hat Niedersachsen bislang am wenigsten Geld je Einwohner in die Hand genommen. Die Regierung in Hannover setzt für jeden Niedersachsen 175 Euro ein. Das geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Nur das nördlichste Bundesland gibt mit 192 Euro je Einwohner ähnlich wenig aus. Bremen hat dagegen mit 1754 Euro je Einwohner die zweithöchsten Ausgaben hinter Bayern (3049 Euro).

Mit Krediten finanziert

Die meisten dieser coronabedingten Sonderausgaben werden von vielen Ländern über Kredite finanziert. Bei der Nettoneuverschuldung je Kopf liegen Bayern und Bremen ebenfalls an der Spitze, auch wenn Bayern 40 Milliarden Euro aufnimmt, Bremen dagegen 1,2 Milliarden Euro.

Zweiter Nachtragshaushalt

Niedersachsen macht für jeden Einwohner 125 Euro neuer Schulden. Von 1,4 Milliarden Euro in einem Nachtragshaushalt werden 1,0 Milliarden Euro auf Pump aufgenommen. Allerdings zeichnet sich für das Land ein zweiter Nachtragshaushalt ab, der im Juni verabschiedet werden soll.

Der Bundesvergleich

Die Kreditaufnahme des Bundes liegt umgerechnet pro Einwohner bei 1876 Euro. Insgesamt stellen Bund und Länder wegen der Krise zusätzliche 342 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen rund 75 Prozent (255,8 Milliarden Euro) auf den Bund und 25 Prozent (85,8 Milliarden Euro) auf die Länder.

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