Die Projektleiterin und Wissenschaftlerin Isabel Schmalenbach zeigt einen der 338 Hummer, die am Montag ausgewildert wurden.

Die Projektleiterin und Wissenschaftlerin Isabel Schmalenbach zeigt einen der 338 Hummer, die am Sonntag ausgewildert wurden.

Foto: Charisius/dpa

Der Norden

338 Hummer vor Helgoland ausgewildert

Von nord24
29. August 2016 // 13:00

Ein seit Jahren laufendes Hummerprogramm könnte die Rettung für das Helgoländer Wappentier sein. Nun wurden erneut 338 Hummer ausgewildert. Doch dem Projekt unter dem Dach des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) fehlt es an Geld.

"Viel mehr Hummer wären nötig"

Sie heißen Campino, Barschi, Klärchen, Plüsch und Plum. 338 einjährige Hummer haben Wissenschaftler auf Helgoland aufgezogen, jetzt wurden sie in die Freiheit entlassen. Ziel ist es, die Population zu stabilisieren. Weit über 12 000 Jungtiere wurden seit 1999 ausgesetzt. "Nötig wären aber 250 000 über fünf Jahre verteilt", sagt Projektleiterin Isabel Schmalenbach von der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH), die zum AWI gehört.

Neugegründeter Verein soll Spenden einwerben

Doch dafür wäre viel mehr Geld notwendig. Seit Jahren sucht das AWI Sponsoren.  Jetzt laufe ein Projekt, das die Chance für eine Ausgliederung der Hummerprojekte untersucht, sagt der geschäftliche Leiter Roland Krone. "Dazu soll im Frühjahr 2017 der Verein Hummerstation Helgoland gegründet werden." Der soll Spenden, Paten- und Forschungsfördergelder einwerben. Statt 300 sollen künftig 3000 einjährige Hummer ausgesetzt werden. Außerdem sollen ganz kleine Hummer, die gerade erst ihre vierte Häutung hinter sich haben, in großer Zahl ausgesetzt werden. (dpa)

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