Philipp Grassel vom Schifffahrtsmuseum Bremerhaven hält eine Geschosshülse in seinen Händen.

Philipp Grassel vom Schifffahrtsmuseum Bremerhaven hält eine Geschosshülse in seinen Händen.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der Norden

7,35 Tonnen Weltkriegsmunition in der Nordsee gefunden

5. Juli 2021 // 13:47

In der niedersächsischen Nordsee sind im vergangenen Jahr rund 7,35 Tonnen Weltkriegsmunition entdeckt worden, darunter auch eine Seemine.

Zehnfache Menge Weltkriegsmunition im Vergleich zu 2019

In der niedersächsischen Nordsee sind im vergangenen Jahr rund 7,35 Tonnen Weltkriegsmunition entdeckt worden, darunter auch eine Seemine. Dies war fast das Zehnfache des Gesamtgewichts von 2019, wie das Innenministerium am Montag in Hannover mitteilte. Die Nordsee sei vor allem durch den Bau von Offshore-Windparks und den Ausbau von Kabeltrassen verstärkt in den Fokus der Kampfmittelräumer gerückt.

Funde im Meer sind nur ein Bruchteil

Die Funde im Meer machten aber nur einen Bruchteil der entdeckten Blindgänger aus. Insgesamt wurden rund 111 Tonnen Kampfmittel aus der Zeit der beiden Weltkriege geborgen und entsorgt - viele in den Großstädten Hannover, Braunschweig und Osnabrück.

Kampfmittelbeseitigungsdienst 1100 Mal im Einsatz

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) war seinem Jahresbericht zufolge mehr als 1100 Mal im Einsatz. 2019 waren 133 Tonnen in gut 900 Einsätzen beseitigt worden. In der Pandemie konnten die Spezialkräfte bis Anfang 2021 nur eingeschränkt arbeiten.

Alte Munition bleibt gefährlich

Alte Munition wird im Laufe der Zeit nicht ungefährlicher. Gefährdet seien immer wieder Kinder, Sammler, Schatzsucher und das Personal aus Land- und Forstwirtschaft sowie von Tiefbau- und Metallrecyclingfirmen, hieß es. (dpa)

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