Eine Zeugin beobachtete in Wilhelmshaven das Fesseln einer weiblichen Person und alarmierte die Polizei. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Scherz handelte.

Eine Zeugin beobachtete in Wilhelmshaven das Fesseln einer weiblichen Person und alarmierte die Polizei. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Scherz handelte.

Foto: Paul Zinken/dpa

Der Norden

Als Scherz gemeintes Fesselspiel hat ernste Folgen

Von Helen Hoffmann
30. Juni 2020 // 20:30

Ein als Scherz gemeintes Fesselspiel in Wilhelmshaven hat für einen 26-jährigen Mann und eine 22-jährige Frau ernste Folgen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, drohen den beiden hohe Kosten für einen Polizeieinsatz und Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat.

26-Jährige gefesselt

Das Duo war am Vortag von einer Zeugin beobachtet worden, als die 22-Jährige schreiend auf dem Beifahrersitz eines Firmenwagens saß. Der 26-Jährige umwickelte ihr beide Hände mit Klebeband.

Hubschrauber im Einsatz

Die Zeugin alarmierte die Polizei, die eine Fahndung unter anderem mit einem Hubschrauber einleitete. Über die Firmenaufschrift auf dem Wagen konnte der Geschäftsführer des Betriebs erreicht werden. Dieser kam schließlich mit drei Mitarbeitern zur Polizei.

Scherz ging nach hinten los

Darunter waren der vermeintliche Täter und das vermeintliche Opfer. Sie gaben an, es habe sich um einen Scherz gehandelt, der von einem dritten Mitarbeiter fotografiert worden war. Auf den Fotos war die Fesselung zu sehen.

Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren

„Wer das Vorliegen einer Straftat vortäuscht und damit die Ermittlungsbehörden ohne Not tätig werden lässt, macht sich strafbar", sagte die Sprecherin der Polizei Wilhelmshaven/Friesland. „Hier kann die Justiz über eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bzw. über eine Geldstrafe als Sanktion entscheiden."

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