Zug  mit Lokomotive fährt durch Gleisfeld.

Ein 45-Jähriger hat einen Schaffner in einem Intercity attackiert.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa (Symbolfoto)

Der Norden
Blaulicht

Attacke auf Zugpersonal in Wolfsburg: Schaffner erleidet Herzinfarkt

Von nord24
4. Oktober 2020 // 14:41

Ein Zugbegleiter hat nach einem Angriff in einem Intercity bei Wolfsburg einen Herzinfarkt erlitten und musste reanimiert werden. Ein Reisender ohne Fahrschein hatte den Schaffner am Freitag angegriffen und ihm Faustschläge auf den Brustkorb versetzt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 45 Jahre alte Zugbegleiter, der unter einer Vorerkrankung litt, brach mit einem Herzinfarkt zusammen.

Vorfall im Intercity: Täter fühlte sich als Türke diskriminiert

Der Intercity aus Berlin stoppte außerplanmäßig in Wolfsburg, Polizisten stellten den ebenfalls 45 Jahre alten Tatverdächtigen im Bahnhof. Der fühlte sich als Türke diskriminiert, sagte er der Polizei. Weil er behauptete, Beamter des Landeskriminalamtes zu sein, wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Berufsbezeichnungen gegen ihn eingeleitet.

Faustschlag im Metronom

Zu einem weiteren Übergriff kam es am Samstag in einem Metronom-Zug bei Sarstedt (Landkreis Hildesheim). Ein Ehepaar war in dem Zug in Richtung Hannover unterwegs, der 60 Jahre alte Mann schaute sich im Abteil um. Das passte offenbar einem 21-Jährigen nicht, teilte die Polizei am Sonntag mit. „Was guckst du?“ habe dieser gefragt und dem 60-Jährigen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Es entwickelte sich eine Rangelei, beide stürzten eine Treppe im Zug hinunter und verloren ihre Handys. Zwei junge Männer kamen dem Senior zu Hilfe. Der Angreifer floh im Bahnhof aus dem Zug. Beamte griffenden verletzten 21-Jährigen noch an der Station auf. Er behauptete, im Zug angegriffen und beraubt worden zu sein.

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