Drohnen

Trotz klarer Regelungen kommt es vor allem durch die Unwissenheit von privaten Drohnenbesitzern immer häufiger zu gefährlichen Zwischenfällen.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Norden

Behörden gehen auf Drohnenjagd

Von nord24
7. April 2016 // 19:00

Sie werden allmählich zur Plage: Private und gewerbliche Drohnen bevölkern zunehmend den Himmel, Berichte über Beinahe-Kollisionen häufen sich. Auch dem Hamburger Flughafen machen die unbemannten Flugobjekte zunehmend zu schaffen. Die Behörden konnten bisher kaum etwas tun – doch jetzt gehen sie in die Offensive. Seit unbemannte Fluggeräte preiswert und populär wurden, herrscht Wildwest-Stimmung am Himmel. Auflagen gibt es genug – allgemein bekannt sind sie aber den wenigsten Drohnenbesitzern. Lange konnten die Behörden nur hilflos zusehen, doch das ändert sich jetzt.

Verstöße häufen sich

"Die Meldungen über eklatante Verstöße häufen sich, da haben wir Handlungsbedarf gesehen“, sagt Silvana Reimann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Ihre Behörde geht nun in die Offensive. Wegen Ordnungswidrigkeiten verschickt sie immer häufiger Knöllchen. Und die können jeweils mehrere Hundert Euro kosten.

Improvisation in vielen Amtsstuben

„Die Dimension des Problems hat eindeutig zugenommen“, sagt Geschäftsbereichsleiter Bernd Mühnickel. Während in Berlin und Brüssel die große Politik über neue Reglementierungen für Drohnenbesitzer nachdenkt, herrschte bisher in vielen bundesdeutschen Amtsstuben angesichts der fehlenden Registrierungspflicht weitgehend Improvisation.

Behörden werten Bilder aus

Denn wem soll man Bußgeldbescheide schicken, wenn man in der Regel nicht mal weiß, wem die Drohne gehört? Hilfreich sind da die Drohnenbesitzer selber – sie stolpern zunehmend über ihre eigenen Filme oder Bilder im Internet. Reimann: „Wir schauen uns oft die Bilder bei Google an und berechnen dann, wie hoch etwa die Wolkenunterdecke an dem Tag war.“ Die Methode, die der Berechnung der jeweiligen Flughöhe der Drohne dient, ist erfolgreich.

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