Die damals 59-jährige Frau war ungebremst in die Bremervörder Eisdiele gefahren.

Die damals 59-jährige Frau war ungebremst in die Bremervörder Eisdiele gefahren.

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Der Norden

Bremervörde: Letzter Tag im "Gaffer-Prozess"

Von Lili Maffiotte
27. April 2017 // 07:13

Im Prozess gegen drei mutmaßliche Gaffer werden heute am Amtsgericht Bremervörde die Plädoyers von Verteidigung und Staatsanwaltschaft erwartet. Anschließend könnten auch die Urteile gegen die drei Brüder im Alter von 20, 27 und 36 Jahren fallen.

Einsatzkräfte behindert und bedroht

Sie sollen bei einem Verkehrsunfall mit zwei Toten in einer Eisdiele in Bremervörde am 5. Juli 2015 die Einsatzkräfte stark behindert und zudem bedroht und verletzt zu haben. Ihnen werden Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Körperverletzung und versuchte Nötigung vorgeworfen.

Bei dem Unfall sterben zwei Menschen

Bei dem Unfall im Sommer 2015 war eine Frau in eine Eisdiele gefahren. Ein Mann und ein zweijähriger Junge starben, neun weitere Menschen wurden verletzt. Die Frau wurde verurteilt, ihre Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Sie starb kurze Zeit nach der Urteilsverkündung.

Politik schaltet sich ein

Wegen des Vorfalls in Bremervörde hat sich auch die Politik des Themas Gaffer angenommen. Niedersachsen brachte 2016 im Bundesrat die Initiative für den Entwurf eines "Gaffer"-Gesetzes auf den Weg.

Entwurf in der Warteschleife

Er sieht bis zu einem Jahr Gefängnis oder Geldstrafe für denjenigen vor, der "bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfeleistende der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes behindert". Der Bundesrat stimmte zu. Der Gesetzentwurf ist aber noch in der Warteschleife.

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