In Deutschland wird seit Jahren erbittert über den Umgang mit den streng geschützten Wölfen gestritten.

In Deutschland wird seit Jahren erbittert über den Umgang mit den streng geschützten Wölfen gestritten.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa

Der Norden

Bundestag beschließt erleichterten Abschuss von Wölfen

Von nord24
19. Dezember 2019 // 19:26

Wölfe dürfen in Zukunft einfacher abgeschossen werden, um Schafe und andere Nutztiere vor dem Raubtier zu schützen. Gegen die Stimmen der gesamten Opposition verabschiedete der Bundestag am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz, auf das sich die große Koalition nach monatelangem Ringen verständigt hatte.

2067 Nutztiere gerissen

"Die Neuregelung zeigt, dass wir berechtigte Sorgen der Bevölkerung und die Interessen der Weidetierhaltung ernst nehmen", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Der CDU-Abgeordnete Hermann Färber sagte im Bundestag, bei 639 Übergriffen von Wölfen im vergangenen Jahr seien bundesweit 2067 Nutztiere gerissen worden.

Bis es keine Attacken mehr gibt

In Zukunft ist ein Abschuss auch dann möglich, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat. Es dürfen so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden, bis es keine Attacken mehr gibt – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird.

"Kein unkontrolliertes Rudelschießen"

Trotzdem versicherte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Träger: "Es wird kein unkontrolliertes Rudelschießen geben." Tatsächlich ist vorgesehen dass jeder weitere Abschuss von den Behörden der Ländern einzeln genehmigt werden muss. (dpa)

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