Jörg Fasting vor einem Paddock für seine Tiere. Hier warten die bereits behandelten Tiere, bis die gesamte Herde durch ist.

Jörg Fasting vor einem Paddock für seine Tiere. Hier warten die bereits behandelten Tiere, bis die gesamte Herde durch ist.

Foto: Nicole Böning

Der Norden

Der letzte Landwirt der Strohauser Plate

7. Oktober 2020 // 13:29

Jörg Fasting betreibt mit seinen drei Mitarbeitern Landwirtschaft für den Naturschutz. Brut- und Zugvögel und das Hochwasser bestimmen den seine Arbeit.

Los ging es im Jahr 1999

Ein langer Steg aus Holzplanken führt zur Anlegestelle des kleinen Ruderbootes, mit dem Jörg Fasting seine Gäste auf die Strohauser Plate holt. 1836 kam der erste Landwirt hierher. In den Hochzeiten waren auf der Strohuser Plate sieben Höfe angesiedelt. Heute ist Jörg Fasting der letzte hier wirtschaftende Landwirt. Er macht das aus Überzeugung – schon seit 1999. Damals hat er den Bio-Hof und die dort lebenden 100 Mutterkühe übernommen. Nicht der landwirtschaftliche Ertrag zählt für ihn, sondern der Naturschutz.

Jörg Fasting - Landwirtschaft für den Naturschutz
Jörg Fasting betreibt Landwirtschaft für den Naturschutz. Er ist der letzte Landwirt auf der Strohauser Plate vor Rodenkirchen.

Naturschutz hat Vorrang

Das Naturschutzgebiet „Strohauser Vorländer und Plate“ liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet „Unterweser“ und ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets „Untere Weser mit Strohauser Plate und Juliusplate“. Die zu schützenden Leitarten sind Vögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. „Die wollen weit gucken und keine verwachsenen Flächen“ sagt Jörg Fasting. Sein Auftrag und der seiner Rinder ist deshalb: Die Landschaft offen halten. Mahd und Beweidung erfolgen so, wie es der Vogelschutz erfordert, nicht der landwirtschaftliche Ertrag.

Fragen, Kritik oder Infos

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Hinweise? Ihr seid Landwirt oder Verbraucher und möchtet euch an dieser Serie beteiligen? Schreibt uns an bio-logisch@nordseemedienverbund.de oder ruft an unter 04731/943116.

Wie der Alltag auf der Strohauser Plate aussieht und wie es ist, dort Landwirtschaft zu betreiben, lest ihr am Mittwoch in der Tageszeitung oder auf NORD|ERLESEN.


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