Ein Satellitenbild zeigt das festgesetzte Containerschiff «Ever Given» im Suezkanal, das die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa blockiert.

So sah es noch am Wochenende aus: Die Freilegung der „Ever Given“ im Suezkanal kam nur in kleinen Schritten voran.

Foto: Uncredited/©Maxar Technologies/AP/dpa

Der Norden

Deutsche Reedereien laufen wieder Suez-Kanal an

29. März 2021 // 14:00

Deutsche Reedereien haben das Umleiten von Schiffen um Afrika herum gestoppt. Sie rechnen damit, dass sich dieser Umweg nicht mehr lohnt.

Hapag Lloyd kalkuliert nun mit Freischleppen

Nils Haupt, Leiter der Konzernkommunikation der Reederei Hapag-Lloyd (Hamburg), sagte am Montagvormittag gegenüber nord24: Sein Unternehmen geht seit Montag davon aus, dass das Freischleppen des Containerschiffs „Ever Given“ im Suez-Kanal final gelingt und die Wasserstraße zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer bald wieder befahrbar ist.

Umweg um Afrika lohnt nicht mehr

Hapag Lloyd hat errechnet, dass sich der Schiffsstau auf beiden Seiten des Kanals innerhalb von fünf Tagen auflösen dürfte. Das liegt deutlich unter den sieben bis acht Tagen, die die Route um Afrika beansprucht.

Acht Schiffe im Stau

Hapag Lloyd hat laut Haupt noch acht Frachtschiff im Stau stehen. Sechs Frachter der Reederei waren angesichts der unklaren Lage im blockierten Kanal zuvor in Richtung Südspitze von Afrika umdirigiert worden. Nachdem das Freischleppen der „Ever Given“ nun doch erste Erfolge zeigte, wurde ein Hapag-Frachter im Mittelmeer, der schon in Richtung Gibraltar umgekehrt war, wieder in Richtung Port Said beordert.

Immer informiert via Messenger
Wer soll Kanzler/Kanzlerin werden?
116 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger