Die Landwirte Bernd Achgelis, Ulrike Witting und Douwe Witbaard (von links) fordern wie viele ihrer Berufskollegen eine andere Landwirtschaftspolitik.

Die Landwirte Bernd Achgelis, Ulrike Witting und Douwe Witbaard (von links) fordern wie viele ihrer Berufskollegen eine andere Landwirtschaftspolitik.

Foto: Heilscher

Der Norden
Wesermarsch

Die große Wut – 20.000 Bauern zur Demo in Berlin

Von Christoph Heilscher
25. November 2019 // 09:00

Am Dienstag rollen die Trecker wieder. Zur dritten Demonstration innerhalb von fünf Wochen. Ziel ist diesmal Berlin. „Es geht um unsere Zukunft“, sagt Douwe Witbaard, Milchbauer in Seefeld in der Wesermarsch. „Und um unsere Freiheit“, fügt Bernd Achgelis hinzu, Biobauer in Havendorfersand bei Nordenham.

200 Kilometer Protestfahrt

Solch eine Protestwelle der Bauern hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben. 20.000 Bauern werden am Dienstag in Berlin erwartet. Douwe Witbaard hat seinen Trecker nach der Hamburg-Demo zu seinem Bruder nach Gifhorn gefahren. Von dort ist es am Dienstag nur noch der halbe Weg in die Bundeshauptstadt. Aber auch noch immerhin gut 200 Kilometer.

Politik zerstört Betriebe

Bernd Achgelis hält 50 Mutterkühe und ihren Nachwuchs in Havendorfersand. Den züchtet er selbst. „Mit den ganzen Auflagen macht die Politik doch gerade die kleinen und mittleren Familienbetriebe kaputt." Sein Vorwurf: Die Politik zerstört die Betriebe, die in Sonntagsreden so gerne als Ideal einer bäuerlichen Landwirtschaft herangezogen werden.
Mehr zum Alltag der Landwirte Bernd Achgelis und Douwe Witbaard unter dem Eindruck der Bauernproteste, lest Ihr jetzt auf norderlesen.de.

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