Die Ehe von Kalman Weiß und seiner Michelle hielt nur knapp anderthalb Jahre.

Die Ehe von Kalman Weiß und seiner Michelle hielt nur knapp anderthalb Jahre.

Foto: Symbolfoto: Pleul/dpa

Der Norden
Fernsehen

Ehe-Aus: Das Ende eines kuriosen TV-Experiments

Von nord24
24. November 2016 // 17:00

Kalman Weiß hat eine Frau geheiratet, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Im Fernsehen. Vor 2,5 Millionen Zuschauern. Ein Jahr später läuft jetzt die dritte Staffel von „Hochzeit auf den ersten Blick“. Aber wie läuft es eigentlich bei Kalman und seiner Michelle? Die Antwort: Sie lassen sich heute scheiden.

Heirat anhand wissenschaftlicher Kriterien

Vor anderthalb Jahren hatten sich der 30-jährige Kalman aus Stade und die 27-jährige Kinderkrankenschwester Michelle aus Norderstedt von Experten anhand wissenschaftlicher Kriterien verkuppeln lassen, bevor sie vor laufenden TV-Kameras heirateten. Im Nachhinein hätten sie nicht zusammengepasst – menschlich nicht und interessenmäßig schon gar nicht, sagt Kalman.

TV-Beziehungsexperten können nicht helfen

Nur Wochen nach dem Staffelfinale im Dezember 2015 lag die Beziehung brach. Ein Krisentreffen mit den selbst ernannten Beziehungsexperten aus dem TV-Experiment verlief glücklos. Kalmans erschütternde Bilanz: „Man kann eine Maus und eine Schlange auch in einen Käfig sperren und ihnen einreden, dass es passt.“ Gemeinsame Hobbys? Fehlanzeige.

Die neuen Kandidaten sind zuversichtlich

Am späten Sonntagnachmittag flimmert nun die zweite Folge der neuen Staffel von „Hochzeit auf den ersten Blick“ über die Fernsehgeräte. Kalman hat Chips gekauft, es gibt Mineralwasser. Die neuen Kandidaten Ramona und Stephan sind gerade dabei, peinlich euphorisch nach Barcelona in ihre Flitterwochen aufzubrechen. „Ich denke, die Chance, dass sich bei uns etwas entwickelt, ist sehr groß“, hält die blindlings verliebte Ramona fest.

Auf die Euphorie folgt der Alltag

Kalman beobachtet die Szenerie mit Abstand. Man möchte fast meinen mit ein wenig Mitleid – jetzt, nach all den schlechten Erfahrungen. „Auf die Euphorie folgte ganz schnell der Alltag“, erinnert er sich. Er habe wohl die rosarote Brille aufgehabt, sagt er über die Fernbeziehung, die zwischen Norderstedt und Stade stattfand. Oder besser gesagt nicht stattfand, denn sie hätten sich nur sporadisch getroffen.

Die Teilnahme war kein PR-Gag

Vor einem Jahr waren Michelle und Kalman noch das „Perfect Match“. Die wissenschaftliche Analyse hatte ergeben, dass sie am besten zusammenpassen. Ob Kalman das Experiment bereut? Nein. „Ich kann es aber auch keinem weiterempfehlen und würde es mit meinem jetzigen Wissen auch nicht wieder machen“, sagt er deutlich. Für ihn sei die Teilnahme aber keinesfalls nur ein PR-Gag gewesen. Im Gegenteil: „Ich hätte nicht mitgemacht, wenn ich nicht wirklich an das Konzept geglaubt hätte.“

Mittlerweile schon andere Frau kennengelernt

Kalman hat in der Zwischenzeit eine andere Frau kennengelernt. Sie hat ihn im TV gesehen, fand den 30-Jährigen sympathisch und wollte sich eigentlich nur nach dem Stand der Ehe informieren. Es läuft vielversprechend. Hochzeit? Vorerst ausgeschlossen.

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