Wolf

Die FDP fordert, das Abschussverbot für Wölfe zu lockern.

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Der Norden

FDP rückt dem Wolf auf den Pelz

Von Ulrich Kroeger
9. Februar 2016 // 16:44

Niedersachsens FDP fordert eine Wende in der Wolfspolitik. Motto: „Wenn der Wolf ein Niedersachse ist, haben wir bald keine Weidetiere mehr“ – das sagte der Chef des Verbands der Mutterkuhhalter in einer Pressekonferenz mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Gero Hocker.

FDP spricht von rot-grüner Klientelpolitik

Die FDP wirft Umweltminister Stefan Wenzel und Landwirtschaftsminister Christian Meyer naive rot-grüne Klientelpolitik vor. Grund: Deren Wähler seien vor allem in Städten zu Hause. Betroffen sei aber die Landbevölkerung. Angesichts einer Vielzahl von Sichtungen und Zwischenfällen sei von einer Wolfspopulation auszugehen, die deutlich höher sei als die ministerielle Schätzung von 150 bis 170 Tieren.

Forderung nach Abschuss auffälliger Wölfe

Die niedersächsischen Liberalen fordern, dass auffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen. Generell müsse der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden, wenn auch zunächst mit einjähriger Schonzeit.

Entschädigungstopf soll aufgestockt werden

Um geschädigten Landwirten zu helfen, sei zudem eine drastische Aufstocken des Entschädigungstopfes erforderlich. Den Finanzbedarf für die Errichtung von Zäunen gemäß der Wolfsrichtlinie veranschlagt der Verband der Mutterkuhhalter für Niedersachsen auf 156 Millionen Euro. Wichtig sei auch, dass bei Rissen die Beweislast umgekehrt werde. Dies solle betroffenen Landwirten monatelanges Warten auf Laborergebnisse ersparen.

"Schießt das Mistvieh ab!"

„Wenn erst einmal ein Kind gebissen wird, halten Sie die Diskussion nicht mehr auf“, warnte Hocker. Dann  heiße es: „Schießt das Mistvieh ab!“ Ohne funktionierendes Management gebe es in Niedersachsen keine Akzeptanz für den Wolf, lautet das Fazit des FDP-Abgeordneten.  

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