Karl-Heinz Rummenigge hat sich zu einer „Vorbildrolle“ der Fußballer beim Impfen geäußert.

Karl-Heinz Rummenigge hat sich zu einer „Vorbildrolle“ der Fußballer beim Impfen geäußert.

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool

Der Norden

Fußballer impfen? Bovenschulte kritisiert Rummenigge

11. Februar 2021 // 18:30

Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat den Impfvorstoß von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge massiv kritisiert.

Vordrängeln als Vorbild

„Was mich an diesem Spruch besonders gewundert hat, ist, wie man simples Vordrängeln „Ich will zuerst geimpft werden“ dann noch versucht, als Realisierung einer gesellschaftlichen Vorbildfunktion zu verkaufen. Da muss man erstmal drauf kommen, indem man sagt: Wir ziehen vorbei an Erzieherinnen und Erziehern, an Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern, vielleicht auch an medizinischem Personal und Polizisten“, sagte der SPD-Politiker und Regierungschef des kleinsten deutschen Bundeslandes am Mittwochabend.

Gesellschaftlicher Beitrag

Rummenigge hatte zuvor bei „Sport1“ angeregt, dass Fußballprofis Vorbilder bei der Impfung gegen das Coronavirus sein könnten. „Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, sagte er.

Wertlose Club-WM

Bovenschulte sieht das komplett anders. „Mir fällt einiges ein, wie Fußballprofis ihrer gesellschaftlichen Vorbildrolle in der Pandemie gerecht werden könnten. Sie könnten zum Beispiel darauf verzichten, an sportlich wertlosen Turnieren teilzunehmen und dafür um die halbe Welt zu reisen“, sagte der 55-Jährige und meinte damit die Teilnahme des FC Bayern an der Club-WM in Katar. (dpa)

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