Meeresbiologin Gabriele Dederer zieht gemeinsam mit Fischern von Tauchern gesicherte Geisternetze aus der Ostsee an Bord des Fischkutters "Ecke20".

Meeresbiologin Gabriele Dederer zieht gemeinsam mit Fischern von Tauchern gesicherte Geisternetze aus der Ostsee an Bord des Fischkutters "Ecke20".

Foto: Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Norden

Geisternetze werden für Meerestiere zur Gefahr

Von nord24
16. Mai 2019 // 20:00

Umweltschützer haben in dieser Woche drei sogenannte Geisternetze aus der Ostsee vor Eckernförde geborgen. "Schätzungen zufolge landen alleine in der Ostsee jedes Jahr 5000 bis 10.000 Fischernetze oder Netzteile", sagte die Meeresbiologin Gabriele Dederer von der Umweltstiftung WWF. 

Auch in der Nordsee ein Problem

Die Geisternetze seien eine Gefahr für Meerestiere. Sie könnten sich beispielsweise in den bei Sturm losgerissenen Nylon-Stellnetzen verfangen und ertrinken oder ersticken. Geisternetze seien auch in der Nordsee ein großes Problem, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums.

15 Tonnen Meeresmüll

Von 2013 bis 2015 wurden nach Ministeriumsangaben an der Nordseeküste von Niedersachsen und Schleswig-Holstein insgesamt rund 15 Tonnen Meeresmüll angelandet. Fischereinetze machten 26 Prozent der Funde aus, während Taue und Schnüre zusammen mit 8 Prozent vertreten waren. (dpa)
Wie das Problem bei einem Bremerhavener Netz-Hersteller und vom Alfred-Wegener-Institut gesehen wird, lest ihr am Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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