Laut dem aktuellen Glücksatlas können besonders viele Menschen an der Nordsee diese Frage mit "Ja" beantworten.

Laut dem aktuellen Glücksatlas können besonders viele Menschen an der Nordsee diese Frage mit "Ja" beantworten.

Foto: Gerten/dpa

Der Norden

Glücksatlas: Glücklichste Deutsche leben an der Nordsee

Von nord24
18. Oktober 2016 // 14:00

Laut dem aktuellen Glücksatlas leben die glücklichsten Deutschen hoch im Norden - um genauer zu sein - an der Nordsee. Während Schleswig-Holstein mit 7,41 Punkten auf dem ersten Platz landete, folgt Niedersachsen/Nordsee (Bremen wird dazu gerechnet) gemeinsam mit Franken (beide 7,22) auf dem zweiten Platz. 

Die Deutschen sind glücklicher

Trotz Terrorgefahr und Flüchtlingsstrom hat die allgemeine Lebenszufriedenheit in Deutschland einen Sprung nach vorn gemacht. Das geht aus dem neuen Glücksatlas hervor, den die Deutsche Post als repräsentative Studie einmal im Jahr erhebt. Die Autoren fragen dabei zum Beispiel nach Familie, Arbeit und Gesundheit. Auf einer Skala von 0 bis 10 ist die subjektive Lebenszufriedenheit danach 2016 auf 7,11 Punkte angestiegen.

Der Glücksatlas in der Übersicht:

  • Die glücklichsten Deutschen: Sie leben nach wie vor an der Nordsee. Schleswig-Holstein hält seinen Spitzenplatz (7,41 Punkte). Doch der Süden holt auf. Von Platz fünf auf zwei schiebt sich Franken (7,22) nach vorn und teilt sich den zweiten Platz mit Niedersachsen/Nordsee. In allen westlichen Bundesländern liegen die Werte dicht beieinander.
  • Die skeptischen Deutschen: Sie wohnen durchweg im Osten der Republik. Dort erreicht keine Region bei der Lebenszufriedenheit auf der Skala von 0 bis 10 die Marke 7. Den größten Zuwachs gibt es in Thüringen (6,94), das damit die neue Glücksregion im Osten ist. Auf dem letzten Rang liegt Mecklenburg-Vorpommern (6,77).
  • Ost und West: Nach einer immer weiteren Annäherung driftet die subjektive Zufriedenheit mit dem Leben in Deutschland 2016 erstmals wieder spürbar auseinander. Im Westen zeigt die Kurve nach oben - und zieht das ganze Land mit. Im Osten fällt sie leicht ab. Das gefühlte Glück in Ost und West liegt aber trotzdem lange nicht so weit voneinander entfernt wie noch vor fünf oder zehn Jahren.
  • Die glücklichsten Europäer: Die Werte gibt es mit Zeitverzögerung erst für das Jahr 2015. Deutschland klettert dabei um einen Platz von Rang 10 auf Rang 9 nach oben und liegt damit weiter im oberen Mittelfeld. Ungeschlagen an der Spitze bleibt Dänemark, die rote Laterne hält Griechenland.
  • Einwanderung: Die Skepsis ist in Ostdeutschland ausgeprägter. Hier findet nur rund die Hälfte der Befragten (56 Prozent), dass Deutschland durch Einwanderung vielfältiger wird, im Westen sind es mehr als zwei Drittel (70 Prozent). Je mehr Kontakt Deutsche zu Migranten pflegen, desto toleranter wird ihre Einstellung zur Zuwanderung. Und je toleranter sie sind, desto zufriedener zeigten sich die Befragten mit ihrem Leben. Die Aufgabe der Integration aber sehen alle Bundesbürger kritischer. Nur die Hälfte der Interviewten (51 Prozent) findet, dass das Zusammenleben bisher gut funktioniert. Auch hier ist der Westen mit 54 Prozent Zustimmung zuversichtlicher als der Osten mit nur 35 Prozent. (dpa)

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