Aktivisten auf dem Greenpeace Schiff MV Beluga II setzen treibende Bojen nahe den von DEA geplanten Bohrstellen in der Nordsee aus.  Foto Daniel Müller/Greenpeace

Aktivisten auf dem Greenpeace Schiff MV Beluga II setzen treibende Bojen nahe den von DEA geplanten Bohrstellen in der Nordsee aus. Foto Daniel Müller/Greenpeace

Foto: Leuschner

Der Norden

Greenpeace startet Kampagne gegen Ölsuche in der Nordsee

Von Christoph Barth
20. Juli 2016 // 12:30

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine Kampagne gegen die Suche nach Öl im Wattenmeer gestartet. Mit Messbojen soll die Ausbreitung eines möglichen Ölteppichs simuliert werden. Der Ölkonzern DEA will in der Nordsee vor Dithmarschen und der Wurster Küste vier Erkundungsbohrungen vornehmen. Das Unternehmen rechnet mit bis zu 20 Millionen Tonnen des Rohstoffs. Gefördert werden soll er von der vorhandenen Plattform "Mittelplate" und von Land aus.

Bojen sollen Ölunfall simulieren

Greenpeace ist gegen die Erkundungsbohrungen. "Ein Ölunfall würde das fragile Ökosystem des Wattenmeeres massiv schädigen", sagt Kampagnenleiter Jörg Feddern. Am Dienstag setzte er an einer der geplanten Bohrstellen vor der Elbmündung Messbojen aus, die mit einem GPS-Sender ausgestattet sind.  Sie sollen anzeigen, wie sich eine Ölverschmutzung im Wattenmeer und an der Küste ausbreiten würde. Die Greenpeace-Kampagne richtet sich auch an die beiden grünen Umweltminister Robert Habeck (Schleswig-Holstein) und Stefan Wenzel (Niedersachsen), die die Probebohrungen genehmigen müssen. Die Antragsverfahren laufen seit 2007. http://www.greenpeace.de/dea  

Unser Digital-Magazin
Norderlesen Digital-Magazin
Verschenken & selbst genießen
Hein! Dein Norden

Thema Corona: Viele fordern eine Ende der Maskenpflicht im Handel. Wie steht ihr dazu?

960 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger