Neue Containerbrücken für den Hamburger Hafen – das Bild aus dem Herbst 2019 dürfte angesichts schrumpfender Umschlagszahlen Seltenheitswert bekommen.

Neue Containerbrücken für den Hamburger Hafen – das Bild aus dem Herbst 2019 dürfte angesichts schrumpfender Umschlagszahlen Seltenheitswert bekommen.

Foto: Charisius/dpa

Der Norden

Historische Kehrtwende: Hamburg für Hafenkooperation

Von Markus Lorenz, Büro Hamburg
18. August 2020 // 20:30

Angesichts schrumpfender Marktanteile denkt man in Hamburg über eine Kooperation des Hafens mit Bremen/Bremerhaven sowie Wilhelmshaven nach.

„Norddeutsch denken“

Das hat Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) jetzt deutlich wie nie öffentlich ausgesprochen. „Wir müssen bei den Häfen anfangen, norddeutsch zu denken und nicht in Landesgrenzen“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Die Welt habe sich verändert. „Hat man früher von einer Zusammenarbeit abgesehen, ist sie heute notwendig geworden.“

Krise an der Elbe spitzt sich zu

Die Aussage ist ein deutliches politisches Signal aus dem Rathaus, das mit Bürgermeister Peter Tschentscher abgestimmt ist – einem gebürtigen Bremer. HHLA (Hamburg) und Eurogate (Bremen/Bremerhaven) loten schon seit Monaten Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen ihren deutschen Containerterminals aus. Die Gründe liegen in der erdrückenden Marktmacht der Großreedereien und der starken Konkurrenz in Rotterdam und Antwerpen.

Was eine mögliche Kooperation für die geplante Elbvertiefung bedeutet, lest ihr auf NORD|ERLESEN.

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