Nachdem die niederländische Justiz das Clubhaus der Biker-Gang No Surrender geschlossen hat, haben die Rocker ein neues Quartier in Deutschland bezogen.

Nachdem die niederländische Justiz das Clubhaus der Biker-Gang No Surrender geschlossen hat, haben die Rocker ein neues Quartier in Deutschland bezogen.

Foto: Facebook/No Surrender MC

Der Norden

Holländische Rocker drängen nach Niedersachsen

Von nord24
26. Januar 2017 // 19:35

Drogenhandel, Körperverletzung, unerlaubter Waffenbesitz: Die Vorwürfe, die die niederländische Justiz gegen den Bikerclub "No Surrender" erhebt, sind schwerwiegend. Darum weichen die Rocker nun nach Deutschland aus.

"Ein Club für alle Kulturen und alle Religionen"

Dabei geben sich die Rocker auf ihrer Homepage bewusst friedliebend. Als einen "Club für alle Kulturen und alle Religionen" bezeichnet sich No Surrender auf der eigenen Homepage.

Regelmäßige Festnahmen

Laut der niederländischen Justiz ist das jedoch nur Fassade, sie hält No Surrender für einen Outlaw-Bikerclub. Seit der Club 2013 gegründet wurde, kam es regelmäßig zu Festnahmen. Im Januar wurde das Clubhaus durchsucht und geschlossen.

Polizei im Emsland bleibt wachsam

Darum haben sich die Rocker nun auch in Deutschland angesiedelt und einen Bauernhof auf dem Gebiet der Stadt Haren im Emsland bezogen. Die Aktivitäten des Rockerclubs würden genau beobachtet, sagte ein Sprecher der Polizei im Emsland: "Wir haben da ein waches Auge drauf."

Club-Gründer mit zweifelhafter Vergangenheit

Diese Wachsamkeit ist vor allem in der Geschichte des Clubs begründet, denn ins Leben gerufen wurde No Surrender von Klaas Otto, einem ehemaligen Mitglied des Biker-Clubs Satudarah. Bundesinnenmister Thomas de Maizière (CDU) hatte Satudarah 2015 verboten.

Ottos Nachfolger distanziert sich

Doch im Sommer 2016 wurde Otto, inzwischen als "General" zurückgetreten, festgenommen. Die Vorwürfe: Erpressung, Geldwäsche und Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft nannte ihn vor Gericht einen "Berufskriminellen, der Angst säht, gewalttätig ist und von Erpressung lebt". Der Prozess läuft noch. Auch sein Nachfolger, Henk Kuipers, distanzierte sich von allen Verbrechen und Beschuldigungen.

Keine Kenntnis von geplanten Straftaten

Erkenntnisse, dass die nach Niedersachsen abgewanderten Rocker von No Surrender in Deutschland Straftaten planen, habe die Polizei derzeit nicht, heißt es bei Polizei und Landeskriminalamt. Wie sich der Club auf die regionale Rockerszene auswirke, wisse man noch nicht, sagt Stephanie Weiß vom LKA in Hannover.

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