Die Iglo-Werbefigur Käpt'n Iglo fasst sich an die Kapitänsmütze.

Auch wenn es sich beiden Fällen um einen älteren Mann mit Bart handelt, entschied das Gericht, dass Appel Feinkost aus Cuxhaven Käpt‘n Iglo nicht kopiert hat.

Foto: picture alliance/dpa/obs/Iglo Deutschland

Der Norden

Iglo verliert Prozess um Käpt’n Iglo gegen Cuxhavener Konkurrenten

Von Carsten Hoefer
3. Dezember 2020 // 13:23

Iglo ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dem Cuxhavener Konkurrenten Appel Feinkost eine ähnliche Werbefigur wie Käpt’n Iglo verbieten zu lassen.

Iglo scheitert mit Klage gegen Appel Feinkost

Bart und Mütze sind keine Exklusivmerkmale von Käpt’n Iglo: Der Hamburger Tiefkühlkosthersteller Iglo ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dem Cuxhavener Konkurrenten Appel Feinkost eine ähnliche Werbefigur verbieten zu lassen. Das Münchner Landgericht wies die Iglo-Klage am Donnerstag ab.

Gericht: Käpt‘n Iglo wurde nicht kopiert

Iglo hatte Appel Feinkost vorgeworfen, die Verbraucher wegen Verwechslungsgefahr beider Figuren in die Irre zu führen. Dem folgten die Richter nicht. Denn laut Urteil hat Appel Feinkost Käpt’n Iglo nicht kopiert, auch wenn es sich bei beiden Werbefiguren um ältere Herren mit Bart handele, die Mützen tragen.

Markante Unterschiede beider Figuren

Die Richter wiesen auf die Unterschiede hin: Die Mützen sind unterschiedlich - in einem Fall eine Kapitänsmütze, im anderen eine Elblotsenmütze. Die Appel-Figur trägt demnach auf den meisten Bildern keinen blauen Anzug wie Käpt’n Iglo, sondern einen grauen Anzug. Und anders als Käpt’n Iglo trägt die Appel-Figur laut Gericht auch keinen weißen Rollkragenpullover und kein weißes T-Shirt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (fk)

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