Diese Hundwelpen hätten illegal verkauft werden sollen und wurden von der Polizei beschlagnahmt.

Diese Hundwelpen hätten illegal verkauft werden sollen und wurden von der Polizei beschlagnahmt.

Foto: ST

Der Norden

Illegaler Welpenhandel aufgedeckt: Tiere im Wert von 14.000 Euro angeboten

Von nord24
27. Februar 2017 // 10:20

Die Polizei Stade hat am Wochenende einen Anbieter von Welpen verschiedener Rassen verhaftet, der über das Internet illegal neugeborene Hunde verkauft. 

Polizei überführt Welpenhändler

Die Polizei hat den Täter mithilfe von Mitgliedern der Tierhilfe Stade überführt, die sich als Scheinkunden mit dem Mann verabredet hatten. Die von den Beamten beschlagnahmten Welpen sind teilweise erst vier Wochen alt, obwohl sie frühestens mit acht Wochen von der Mutter getrennt werden sollten.

Etliche Hunde angeboten

Durch Fotos können die Tierschützer beweisen, dass über den Anbieter innerhalb von einer Woche Hunde von acht unterschiedlichen Rassen und im Wert von insgesamt 14.000 Euro angeboten wurden.

Tiere kommen aus Bulgarien

Die kleinen Tiere sind nach Polizeiangaben von Bulgarien nach Deutschland gekommen. Normalerweise dürften Welpen erst im Alter von 15 Wochen hierher gebracht werden, erklärte die Veterinäramtsleiterin des Kreises Stade, Dr. Sibylle Witthöft. Die 15 Wochen erklären sich aus zwei Tollwut-Impfterminen in der achten und zwölften Lebenswoche sowie drei Wochen Wirk- und Wartezeit.

Käufer kommen aus Dortmund

Vor zwei Wochen konnten dank der Tierhilfe Stade ebenfalls illegale Tierhändler überführt werden. Damals waren die Welpen in einem Lkw aus Polen nach Deutschland gebracht worden. Bei dem Einsatz nahm die Polizei die Personalien von zwei potentiellen Kunden auf: Sie waren extra aus Dortmund angereist, um für 850 Euro eine Französische Bulldogge zu kaufen.

Verkauf über ebay

Die Tierschützer gehen davon aus, dass hinter allen beschlagnahmten Welpen Käufer stehen. In der Regel werden nur Hunde nach Deutschland gebracht, für die konkrete Anfragen laufen. Die Verkäufe wurden bei beiden Anbietern über das Portal von ebay-Kleinanzeigen angebahnt.

Keine Einzelfälle

Ob den Händlern mehr als ein Bußgeld droht, soll sich in dieser Woche entscheiden. Sie sind mit Sicherheit keine Einzelfälle: Der Welpenmarkt boomt, 100.000 bis 500.000 Welpen jährlich sollen so nach Deutschland kommen.

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